Mediencommuniqué | 05.05.2011

10 Jahre Charta Oecumenica

Mediencommuniqué des CCEE - in Verbindung mit der Konferenz Europäischer Kirchen.

2011 jährt sich die Charta Oecumenica, die am 22. April 2001 von dem damaligen Präsidenten des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), Kardinal Miloslav Vlk, und dem damaligen Präsidenten der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), Metropolit Jérémie Caligiorgis, am Ende einer europäischen ökumenischen Begegnung und nach einem langen Weg des Dialogs mit allen anderen Kirchen in Europa, in Strassburg unterzeichnet wurde, zum zehnten Mal.

Die Charta Oecumenica hat keinen lehramtlich-dogmatischen oder kirchenrechtlich-gesetzlichen Charakter (vgl. Vorwort Charta Oecumenica). Ihre Umsetzung wird der freien Annahme der Christen in Europa überlassen.

Dennoch stellt dieses Dokument, sowohl in den Augen des CCEE als auch der KEK, einen wichtigen Schritt und eine bedeutende Hilfe für die Kirchen dar, damit sie jenen Aufruf zur Einheit gemeinsam umsetzen, der gleichzeitig eine Verpflichtung für alle Christen und eine Gabe Gottes ist, die innständig verlangt werden muss.

Die Charta Oecumenica ist ein sich weiterentwickelnder Prozess, der irgendwie den ökumenischen Weg unterschiedlicher Kirchengemeinden bereits aufgezeigt hat. Dies bezeugen die zahlreichen Übersetzungen (rund dreissig Sprachfassungen, darunter auch eine arabisch, eine kastilische, eine griechische und eine auf Esperanto) und die Dutzenden von Kirchen, Gemeinden, Kirchenvereinen und -bewegungen, die das Dokument unterzeichnet haben.

Die Eindringung der Charta Oecumenica in das Gefüge der europäischen kirchlichen und sozialen Institutionen ist dermassen fortgeschritten, dass man selbst in den Unterlagen unabhängiger Institutionen, so zum Beispiel im Bericht der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) vom 25. März 2011 über Die religiöse Dimension des interkulturellen Dialogs (vgl. Dok, 12553 Nr. 93, 94 und ff), auf sie Bezug nimmt.

Um diesen Jahrestag gemeinsam zu begehen, haben der CCEE und die KEK beschlossen, sich an der Ausrichtung des Seminars zu beteiligen, das am kommenden 9. Mai an der Universität Freiburg (Schweiz) durch das Institut für Ökumenische Studien in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz veranstaltet werden wird.

Sowohl der Generalsekretär des CCEE, P. Duarte da Cunha, als auch der Generalsekretär der KEK, Rev. Viorel Ionita, werden dem Treffen beiwohnen. Der Bischof von Nanterre (Frankreich), Mgr. Gérard Daucourt, und Pastor Daniel de Roche, Präsident des Synodalrates des Kantons Freiburg werden eine Podiumsdiskussion zum Thema Errungenschaften und Herausforderungen für die Kirchengemeinde in Europa bestreiten.

Ein Programm des Seminars ist diesem Schreiben beigefügt.

.:. Text von Charta Oecumenica ( DE - EN - FR - IT)

Für weitere Informationen:

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Thierry Bonaventura CCEE-Pressesprecher Tel.: +41 71 227 6040, Mobil +41 78 851 6040
E-Mail: thierry.bonaventura@ccee.ch

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Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) ist eine Gemeinschaft von 120 orthodoxen, protestantischen, anglikanischen und alt-katholischen Kirchen aus ganz Europa sowie von 40 assoziierten Organisationen. Sie wurde 1959 gegründet und hat Büros in Genf, Strassburg und Brüssel.

Dem Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) gehören als Mitglieder die derzeit 33 Bischofskonferenzen Europas an, rechtmässig vertreten durch ihre Präsidenten sowie die Erzbischöfe von Luxemburg und des Fürstentums Monaco, der Maroniten auf Zypern und der Bischof von Chişinău (Moldau). Vorsitzender des CCEE ist Kardinal Péter Erdő, Erzbischof von Esztergom-Budapest, Primas von Ungarn. Stellvertretende Vorsitzende sind Kardinal Josip Bozanić, Erzbischof von Zagreb und Kardinal Jean-Pierre Ricard, Erzbischof von Bordeaux. Generalsekretär des CCEE ist P. Duarte da Cunha. Der Sitz des Sekretariates befindet sich in St. Gallen (Schweiz).