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SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | Mediencommuniqué | 12.12.2008

Ein umfassendes „Ja“ zur Würde jedes Menschen

Schweizer Bischöfe begrüssen Instruktion „Dignitas personae“

Die Schweizer Bischöfe begrüssen das Schreiben „Die Würde der Person“ über Fragen der Bioethik, das am Freitag im Vatikan von der Glaubenskongregation veröffentlicht worden ist. Die Schweizer Bischofskonferenz unterstreicht, dass darin das Grundprinzip der katholischen Haltung deutlich gemacht wird: ein umfassendes „Ja“ zur Würde jedes Menschen. Jedem Menschen ist von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod die Würde einer Person (Dignitas personae) zuzuerkennen.

Das Dokument behandelt Fragen, die heute die Gesellschaft intensiv beschäftigen: Behandlung der Unfruchtbarkeit, In-vitro-Befruchtung, Präimplantationsdiagnostik, Embryonenforschung (inkl. Forschung mit embryonalen Stammzellen), Klonen und Gentherapie. Es geht von zwei Grundprinzipien aus: „Würde der Person von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“ und „Ursprung des menschlichen Lebens in Ehe und Familie, gezeugt durch den Akt der gegenseitigen Liebe von Mann und Frau“.

Das mit Zustimmung von Papst Benedikt XVI. publizierte Dokument ist in der Schweiz von besonderer aktueller Bedeutung. In Diskussion ist das neu zu schaffende Bundesgesetz über die Forschung am Menschen. Von verschiedenen Seiten wird die Abschaffung des bestehenden Verbots der Präimplantationsdiagnostik (PID) ins Auge gefasst. Das Schreiben zeigt auf, dass in verschiedenen Bereichen der Fortpflanzungsmedizin die jedem Menschen innewohnende Würde klar missachtet wird durch die Verzweckung und allenfalls Zerstörung von Embryonen, wie dies namentlich bei der PID geschieht. Klar befürwortet wird die Forschung mit adulten Stammzellen, sofern deren Entnahme dem betreffenden Menschen keinen Schaden zufügt.

Das neue Schreiben der Glaubenskongregation versteht sich als Fortsetzung des Schreibens „Donum Vitae“ von 1987. Das neue Dokument, aber auch frühere Schreiben zu bioethischen Fragen sind zugänglich unter www.kath.ch/bk/aktuell.php?la=d.

Freiburg i. Ü., 12. Dezember 2008

Walter Müller
Informationsbeauftagter der Schweizer Bischofskonferenz

Für Rückfragen zum heute erscheinenden Schreiben steht der Präsident der Bioethikkommission der Schweizer Bischofskonferenz, Dr. med. Urs Kayser, am Freitag, 12. Dezember 2008, von 15-16 Uhr unter der Nummer 079 334 13 18 zur Verfügung.