Mitglied der SBK Mitglied der SBK | 10.02.2016

Wort der Bischöfe zum Krankensonntag 2016 (6. März 2016)


26.11.2015

Gemeinsame ökumenische Erklärung der Präsidien des Kirchenbundes und der Schweizer Bischofskonferenz



SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 03.11.2015

Ein Hirtenschreiben für die Seelsorgerinnen und Seelsorger (Begleitbrief)


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SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 08.03.2012

Sexualerziehung an öffentlichen Schulen in der Schweiz

In den vergangenen Monaten bzw. Jahren wurden in einigen Kantonen der Schweiz, wie in anderen Ländern, Sexualerziehungsprogramme in öffentlichen Schulen eingeführt, auf verschiedenen Schulstufen je nach Kanton.

Diese von den Kantonen verantwortete Dienstleistung ist ohne Zweifel nützlich und trägt auch neuen gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung. Dazu gehört, dass die Kinder immer früher mit Informationen zur Sexualität konfrontiert werden. Die Sache ist freilich heikel. Denn im pädagogischen Bereich dürfen Sexualtheorien und Familienmodelle, die gesellschaftlich in hohem Mass umstritten sind, nicht einfach über Lehrmittel durchgesetzt werden.

Die Schule kann die Rolle der Eltern nicht ersetzen. Denn die Eltern tragen für die Erziehung ihrer Kinder die Hauptverantwortung, und sie können in diesem Bereich schweren Gewissenskonflikten ausgesetzt sein. Sie vermögen am besten zu beurteilen, was ihren Kindern wie und wann angemessen gesagt werden soll, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen persönlichen Entwicklung jedes Kindes und der Erziehungsgrundsätze jeder Familie. Wenn Eltern mit der Sexualerziehung nicht einverstanden sind, sollen sie bei den Lehrpersonen und entsprechenden Behörden intervenieren. Gleichzeitig liegt es in der Verantwortung der Lehrpersonen, darauf zu achten, dass die Sicht einzelner Familien die gesellschaftliche Integration nicht verunmöglicht, oder ein Mangel an Erziehung in der Familie nicht einfach hingenommen wird.

Das Christentum hat dazu beigetragen, unsere Kultur zu formen. Dazu gehört ein ganzheitliches Verständnis der Liebe, innerhalb dessen die Sexualität ihren Platz hat. Es wäre bedauerlich, diesen Rahmen zu vergessen und den Akzent einseitig auf die Beschreibung körperlicher Funktionen zu setzen. Es beunruhigt uns auch, wenn alle Familienmodelle als gleichwertig dargestellt werden.

Deshalb laden wir die Eltern ein, ihre Verantwortung wahrzunehmen und die zuständigen Behörden, diese zu respektieren.

Delsberg, 7. März 2012                                                 Die Schweizer Bischöfe