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Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund, Schweizer Bischofskonferenz, Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz, Verein „600 Jahre Niklaus von Flüe“


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SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | Mediencommuniqué | 27.02.2008

279. Ordentliche Versammlung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), Bern, 25. Februar 2008

Die Schweizer Bischofkonferenz (SBK) hat sich am 25. Februar 2008 in der Dreifaltigkeitspfarrei in Bern zur 279. Ordentlichen Versammlung getroffen.

Folgende Hauptthemen sind behandelt worden:
 
Sexuelle Übergriffe in der Seelsorge
Die geltenden Richtlinien der Schweizer Bischofskonferenz zur Frage der sexuellen Übergriffe in der Seelsorge gehen auf das Jahr 2002 zurück. Aus aktuellem Anlass tauschten sich die Bischöfe und Territorialäbte eingehend über die Praxis der Umsetzung dieser Richtlinien in den Bistümern aus. Sie nahmen mit Befriedigung zur Kenntnis, dass die Richtlinien sich grundsätzlich bewährt haben. Das gilt namentlich auch für die präventiven Massnahmen, die mit den Richtlinien eingeführt wurden.

Die Pädophilie-Fälle, die in den vergangenen Wochen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gewonnen haben, betreffen gravierende Verfehlungen, die mehrere Jahrzehnte zurückliegen. Der damals bei diesen Fällen beschrittene Weg, die pädophilen Täter ohne Aufsehen von ihren Posten zu entfernen und nach Vorkehrung einiger Massnahmen wieder in der Seelsorge einzusetzen, war falsch gewählt. Die SBK bedauert dies. Anders als früher weiss man heute, dass im Gegensatz zu anderen Sexualstraftätern die Rückfallgefahr bei pädophilen Tätern selbst nach erfolgter professioneller Therapie erheblich bleibt.

Im Bemühen um eine stetige Verbesserung der eigenen Handlungsgrundlagen hat die SBK ihr Expertengremium damit beauftragt, die Umsetzung der Richtlinien von 2002 in den Diözesen und Orden zu prüfen. Das Expertengremium wird auch untersuchen, ob einzelne Abschnitte der Richtlinien einer Ergänzung oder Überarbeitung bedürfen.

Eine besondere Verantwortung haben im Zusammenhang mit Pädophilie-Vorwürfen nicht nur die Kirchenverantwortlichen, sondern auch die Medien. Ihre Berichterstattung sollte die Privatsphäre der Opfer respektieren und nicht einem Trauma ein anderes hinzufügen.

Schweizer Delegation am Weltjugendtag in Sydney
Vom 15. bis 20. Juli 2008 findet in Sydney der Weltjugendtag in Anwesenheit von Papst Benedikt XVI. statt. Die Bischöfe haben mit Freude zur Kenntnis genommen, dass eine stattliche Zahl von Jugendlichen aus der Schweiz zu diesem Ereignis nach Australien reisen wird. Derzeit sind über 300 Teilnehmende eingeschrieben. Sie werden begleitet von den Bischöfen Pier Giacomo Grampa, Vitus Huonder, Martin Gächter und Denis Theurillat. Während in der deutschsprachigen Reisegruppe alle reservierten Plätze bereits vergeben sind, sind in den französisch- und italienischsprachigen Reisegruppen noch wenige Plätze frei. Für jene Jugendliche, die nicht nach Sydney fahren können, sind in der Schweiz eigene Veranstaltungen vorgesehen. Nähere Informationen finden sich auf den Internetseiten der Reisegruppen ( www.weltjugendtag.ch, www.jmj.ch, www.pastoralegiovanile.ch).

Gemeinsame Erklärung von RKZ und SBK
In letzter Zeit hat das Verhältnis von Kirche und Staat sowie die Zusammenarbeit zwischen kirchlichen und staatskirchenrechtlichen Institutionen vermehrt Anlass zu Diskussionen gegeben. Die Schweizer Bischofskonferenz und die Römisch-Katholische Zentralkonferenz (RKZ) haben sich im Rahmen des seit einigen Jahren intensivierten Dialogs über gemeinsame Anliegen beraten und dazu eine kurze Erklärung verfasst. Sie dokumentieren damit ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit und zur Suche nach gemeinsamen Lösungen. Die Erklärung ist diesem Communiqué beigelegt. ( www.kath.ch/sbk-ces-cvs/text_detail.php?nemeid=90907&sprache=d)

In Kürze
- Wie üblich hat der Apostolische Nuntius in der Schweiz, Mgr Francesco Canalini, der Versammlung der Bischofskonferenz am 25. Februar einen freundschaftlichen Besuch abgestattet.
- Die Schweizer Bischofskonferenz gratuliert Nationalrat Hugo Fasel, der vom Vorstand von Caritas Schweiz zum Direktor ernannt wurde.

Ernennungen
- Die SBK hat Pfarrer Dr. Roland Graf (Alpthal) und Béatrice Bowald-Furrer, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Nationalkommission Justitia et Pax (Bern) zu Mitgliedern der Bioethik-Kommission ernannt.
- Neue Mitglieder der Ökumene-Kommission sind Pfarrer Rolf Zumthurm (Vouvry), Dr. Urban Fink (Solothurn) und Dompropst Claude Ducarroz (Freiburg).
- Zu Mitgliedern der neu geschaffenen Arbeitsgruppe "Andere Religionen" ernannt hat die SBK Bischof Dr. Vitus Huonder (Präsident), Erwin Tanner (Sekretär), Prof. Dr. Martin Baumann, Prof. Dr. Anand Nayak, Dr. Rolf Weibel, Dr. Urs Köppel und Pater Josef Meili SMB.

Bern, 27. Februar 2008

Schweizer Bischofskonferenz
Walter Müller, Informationsbeauftragter
Avenue du Moléson 21, Postfach 278
CH-1701 Freiburg
Tel. ++41 26 322 47 94, www.sbk-ces-cvs.ch