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SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | Mediencommuniqué | 02.10.2009

Denkwürdige mitbrüderliche Begegnung der Schweizer und der Togoleser Bischöfe: eine Premiere für die Kirche in Westafri

Gemeinsames Pressecommuniqué der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und der Konferenz der Bischöfe von Togo (CET)

Togo hat in den letzten Tagen ein besonderes Ereignis in seiner Geschichte erlebt: Die Bischöfe Togos haben die Schweizer Bischofkonferenz (SBK) zu einer mitbrüderlichen Visite empfangen. Es ist das erste Mal, dass eine Bischofskonferenz einer Schwesterkonferenz in Westafrika einen Besuch abstattet.

Vom 22. September bis 1. Oktober 2009 hat die Bischofskonferenz von Togo eine starke Delegation der Schweizer Bischöfe an ihrem Sitz in Lomé-Hédzranawoe empfangen. Die Besonderheiten der zwei Länder und das Teilen pastoraler Erfahrungen bildeten den Kernpunkt dieser Begegnung.

Die Schweizer Delegation wurde geleitet von Mgr Joseph Roduit, Abt von St-Maurice, der Mitglied der SBK ist und dort die Verantwortung für das Dikasterium "Mission" trägt. Die Territorialabtei St-Maurice geniesst den juristischen Status einer Diözese und ist eines der ältesten Klöster des Abendlandes. Das Kloster wurde im Jahre 515 gegründet und existiert somit bald 1.500 Jahre.

Mgr Ambroise Djoliba, Bischof von Sokodé und Präsident der CET, leitete die Arbeiten bei dieser Begegnung zweier Bischofskonferenzen.

Der erste Schritt galt dem Kennenlernen der Teilkirchen der Schweiz und Togos. Die Schweiz – wie auch Togo – ist ein kleines Land, das sich über 41.300 Quadratkilometer erstreckt mit einer Gesamtbevölkerung von 7,7 Millionen Einwohnern. Sie zählt 6 Diözesen und 2 Territorialabteien. Die Schweizer Bischöfe gründeten 1863 die erste Bischofskonferenz der Welt. Togo erträgt sich über 56.800 Quadratkilometer und hat 5.8 Millionen Einwohner. Das Land zählt 7 Bistümer.

Die Bischöfe der zwei Länder, welche dieselben pastoralen Herausforderungen in ihren jeweiligen Kirchen teilen, stellten ins Zentrum ihrer Überlegungen die Notwendigkeit des Herausfindens einer neuen "Phantasie der Nächstenliebe". Diese sollte "nicht als demütigendes Almosen, sondern als brüderliches Teilen empfunden werden" (Novo Millennio Ineunte, 50), wie es Papst Johannes Paul II. unterstrichen hatte. Die Schweizer Bischöfe sind in Togo einer jungen, lebendigen und wachsenden Kirche begegnet.

In einem zweiten Schritt besuchte jeder Schweizer Bischof eine Diözese in Togo, begleitet vom jeweiligen Ortsbischof. Den Schweizer Gästen bot sich die Gelegenheit, die dortige Kirche als "Familie Gottes" zu erleben, die sich mit all ihren Kräften und Mitteln, um die Gesundheit ihrer Gläubigen, die Erziehung der Jugend und die Gefangenenseelsorge sorgt. Eine Kirche, welche sich der Armen annimmt, im Glauben fortschreitet und den gegenwärtigen sozialen Herausforderungen stellt. Diese Kirche engagiert sich mehr und mehr im Prozess der "Kommission Wahrheit, Gerechtigkeit und Versöhnung".

In Schweizer Sicht sind die Alterung der Bevölkerung, die Säkularisierung, das Verlorengehen christlicher Werte und der mangelnde Schutz des Lebens grosse Herausforderungen für die katholische Kirche. Der Schutz der Familie und der Ehe sind ein besonderes Anliegen der Bischöfe.

In der Schweiz ist in der Praxis der direkten Demokratie die Rolle der Laien die Basis einer hochstehenden Wahrnehmung der Verantwortlichkeiten auf den verschiedenen Ebenen.

Die Schweizer Delegation empfing am Sitz der CET auch den Ausschuss der Bruderschaft der Diözesanpriester sowie die Konferenz der togolesischen Ordensoberinnen (CTSM) und den Rat der togolesischen Ordensoberen (CONSUMATO).

Die zwei Konferenzen können heute über die Besorgnisse in der Vorbereitung dieser Begegnung hinwegschauen und freuen sich über den gelungenen Verlauf des Treffens. Die Begegnung machte die mitbrüderliche Freundschaft, die affektive und effektive Kollegialität unter den Bischöfen der Schweiz und Togos sichtbar. Ausserdem bezeugte sie die Kommunion zwischen den Teilkirchen der zwei Länder.

Der Besuch der Delegation der Schweizer Bischofskonferenz bei der Bischofskonferenz Togos erhielt durch die Visite des Apostolischen Nuntius Mgr Michael August Blume svd einen besonderen Akzent. Soeben aus den Ferien zurückgekommen, legte Mgr Michael A. Blume wert darauf, der Delegation der SBK und den Mitgliedern der CET einen Besuch abzustatten.

Lomé, 1. Oktober 2009

Es haben an der Begegnung teilgenommen:
Für die SBK:
1. Mgr. Joseph RODUIT,
Territorialabt von St-Maurice
(Vorsitzender der Delegation)
2. Mgr. Pierre FARINE,
Weihbischof von Lausanne, Genf und Freiburg
3. Mgr. Pier Giacomo GRAMPA,
Bischof von Lugano
4. Mgr. Markus BÜCHEL,
Bischof von St. Gallen
5. Mgr. Paul VOLLMAR SM,
Weihbischof von Chur
6. Mgr. Martin GÄCHTER,
Weihbischof von Basel
7. Abbé Felix GMÜR,
Generalsekretär der SBK
8. P. Bernard MAILLARD OFMCap,
Landesdirektor von Missio-OPM
9. Herr Walter MÜLLER,
Informationsbeauftragter und Pressesprecher der SBK

Für die CET:
1. Mgr. Ambroise K. DJOLIBA,
Bischof von Sokodé
Präsident der CET
2. Mgr. Denis AMUZU-DZAKPAH,
Erzbischof von Lomé
3. Mgr. Casimir Robert DOSSEH-ANYRON,
Emeritierter Erzbischof von Lomé
4. Mgr. Benoît C. ALOWONOU,
Bischof von Kpalimé
Vizepräsident der CET
5. Mgr. Philippe F. KPODZRO,
Emeritierter Erzbischof von Lomé
6. Mgr. Jacques T. ANYILUNDA,
Bischof von Dapaong
7. Mgr. Julien M. KOUTO,
Emeritierter Bischof von Atakpamé
8. Mgr. Isaac Jogues GAGLO,
Bischof von Aného
9. Mgr. Nicodème A. BARRIGAH-BENISSAN,
Bischof von Atakpamé
 10. Mgr. Jacques D. LONGA,
Bischof von Kara
11. P. Joseph N. AMEGBLEAME,
Generalsekretär der CET
12. P. Benoît PENOUKOU,
Landesdirektor von Missio-OPM Togo