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SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | Mediencommuniqué | 07.03.2008

Die Christen brauchen unsere Solidarität

Schweizer Bischöfe kehren von Pilgerreise aus dem Heiligen Land zurück

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat am Freitag ihre Pilgerfahrt ins Heilige Land beendet. Die Gruppe war unter der Leitung von Bischof Pierre Bürcher (jetzt Reykjavik) vom 1. bis 7. März durch Israel und die palästinensischen Gebiete gereist. Sie ruft die Schweizer Katholikinnen und Katholiken in einem Hirtenwort (siehe Beilage) auf, die Christen im Heiligen Land noch intensiver zu unterstützen, als dies bisher geschieht.

Beim Besuch der Heiligen Stätten des Christentums in Jerusalem, Bethlehem und Galiläa folgte die 15-köpfige Delegation, der zehn Bischöfe und zwei Territorialäbte angehörten, den Spuren Jesu. Höhepunkte bildeten die Sonntagsmesse mit der Pfarrgemeinde in der Geburtsbasilika in Bethlehem sowie die Eucharistiefeiern am Heiligen Grab in Jerusalem und in der Verkündigungsbasilika in Nazareth.

Begegnungen

Vorrangiges Ziel der Pilgerfahrt war indes die Begegnung mit den Christen in Israel und den palästinensischen Gebieten, um die Solidarität der Schweizer Katholiken mit ihnen zu bekunden. Die Mitglieder der SBK sprachen mit Verantwortlichen der katholischen Kirche verschiedener Riten, trafen mit den Pfarrern des lateinischen Patriarchats zusammen und begegneten zahlreichen Gläubigen.

Über die dramatischen Auswirkungen der politischen und militärischen Auseinandersetzungen im Heiligen Land liessen sie sich aus erster Hand bei Gesprächen mit dem lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Michel Sabbah, und dem Kustos der Franziskaner im Heiligen Land, Pater Pierbattista Pizzaballa, informieren.

In einem erschütternden Telefonat schilderte der Pfarrer von Gaza den im lateinischen Patriarchat in Jerusalem versammelten Priestern und Bischöfen die grosse Not der Zivilbevölkerung. Strom und Wasser sind streng rationiert. Viele Schulkinder werden in den Schulen gewaschen und ernährt, da die Eltern dazu nicht mehr in der Lage sind. Auch die Schulen verfügen nur über spärliche Lebensmittel. So müssen sich auch hier die Kinder oft mit Brot, auf das die Lehrer etwas Öl geben, begnügen.

Werke der Solidarität

Die Bischofsdelegation besuchte gleich zu Anfang ihrer Reise in Bethlehem die Universität, das Spital und Waisenhaus der Heiligen Familie sowie das ‚Caritas Baby Hospital’, das auf Schweizer Initiative hin gegründet wurde und bis heute zu grossen Teilen von Schweizer Spenden getragen und ausgebaut wird. Dieses Werk der Solidarität kommt, wie auch weitere aus der Schweiz unterstützte Werke, der ganzen Bevölkerung zugute und stärkt die Präsenz der Christen im Heiligen Land.

Der ohnehin schwierige Alltag für die Menschen in den palästinensischen Gebieten und in Israel ist gerade für die Christen, die als kleine Minderheit in einem Land mit zwei religiös motivierten Landansprüchen leben, voller Herausforderungen. Die Not ist dann nicht mehr zu ertragen, wenn sich die Christen alleingelassen fühlen, betont die Schweizer Bischofskonferenz in ihrem im Heiligen Land verfassten Hirtenwort an die Schweizer Katholikinnen und Katholiken.

Freiburg i. Ü., 7.3.2008

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Schweizer Bischofskonferenz
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