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Mediencommuniqué | 20.11.2012

Kirchenbund und Bischofskonferenz hoffen auf Ende der Gewalt in Israel und im Gaza-Streifen

Medienmitteilung

Gottfried Locher und Norbert Brunner rufen die Konfliktparteien im Gaza-Streifen und in Israel auf, ihrer Verantwortung für die Zivilbevölkerung gerecht zu werden und die erneute Gewalt zu beenden.

Die Präsidenten der Schweizer Bischofskonferenz und des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, Norbert Brunner und Gottfried Locher, rufen die Verantwortlichen des erneut eskalierenden Gaza-Konfliktes auf, die gegenseitige Gewalt zu beenden.

Laut Medienberichten wurden seit Beginn der Auseinandersetzungen etwa 1000 Raketen auf Israel abgefeuert. Durch die folgende israelische Luftoffensive wurden an die 100 Palästinenser getötet und 700 Menschen verletzt. Bischof Brunner und Präsident Locher verurteilen diese Gewalt. „Das Recht auf Selbstverteidigung wird von beiden Seiten in Anspruch genommen. Dieser Anspruch endet jedoch dort, wo Zivilisten benutzt, in Gefahr gebracht, verletzt und getötet werden. Religion darf zudem nie dazu führen, Gewalt und Tod über andere Menschen zu bringen.“

Zwei Zugeständnisse sind nach Überzeugung der Präsidenten unausweichlich. Die palästinensische Seite muss das Existenzrecht Israels anerkennen. Die israelische Regierung muss ihre Blockadepolitik beenden. „Es gibt keinen anderen Weg zur Beruhigung der Lage. Beide Seiten sind ihren Kindern, Frauen und Männern diesen Weg schuldig“, betonen Präsident Locher und Bischof Brunner.

Die erneute Eskalation des Konflikts droht, die gesamte Region des Mittleren Ostens weiter zu destabilisieren. „Wir beten dafür, dass beide Konfliktparteien ihrer Verantwortung gerecht werden. Die Chance der Friedensvermittlungen des Ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi und des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon muss ernsthaft genutzt werden. Es gilt, einen neuen Krieg zu verhindern“, so Bischof Brunner und Präsident Locher. Für beide ist die Einhaltung des Humanitären Völkerrechts auch während der fortdauernden Auseinandersetzungen eine absolute Bedingung.

Die Schweizer Landeskirchen engagieren sich seit vielen Jahren für den Frieden im Nahen und Mittleren Osten. Unter dem Patronat des Kirchenbunds engagieren sich Freiwillige aus der Schweiz im Ökumenischen Begleitdienst EAPPI des Weltkirchenrates für den Schutz der Zivilbevölkerung in Palästina und Israel. Die Schweizer Bischöfe unterstützen gemeinsam mit den katholischen Gläubigen zahlreiche Solidaritätswerke in Heiligen Land wie das Caritas Baby-Hospital in Bethlehem. Auch Pilgerreisen, welche die Bischöfe nach Möglichkeit persönlich begleiten, sind Zeichen der Solidarität mit den Menschen vor Ort und stiller Aufruf zum Frieden.

 

Bern/Freiburg i.Ü., 20. November 2012

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Medienkontakte
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