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SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | Mediencommuniqué | 11.12.2013

Finanzierung schweizerischer und diözesaner Aufgaben der katholischen Kirche: Neue Lastenverteilung

Gemeinsame Information von SBK, Fastenopfer und RKZ

Ein intensiver Spendenwettbewerb verlangt vom Fastenopfer eine klare Positionierung im Spendenmarkt. Mit dem geschärften Fokus «Globale Gerechtigkeit und Armutsreduktion im Süden aus christlicher Sicht» kann dies erreicht werden. Dies bedingt eine markante Reduktion des Beitrags für pastorale Aufgaben in der Schweiz.

Ab 1. Januar 2018 wird Fastenopfer CHF 400’000 für pastorale Aufgaben der Bistümer, und CHF 400’000 für Aufgaben auf sprachregionaler und gesamtschweizerischer Ebene einsetzen. Dies entspricht rund einem Drittel der heute für diese Aufgaben eingesetzten Mittel. Im Gegenzug ist eine Mehrheit der kantonalkirchlichen Organisationen bereit, die Beiträge bis 2018 um jährlich 3% zu erhöhen und so einen grossen Teil des Rückgangs auszugleichen. Trotz dieses grossen Efforts sind auch Einsparungen erforderlich.

Dies sind die wesentlichen Eckpunkte einer Vereinbarung, der die Schweizer Bischofskonferenz (SBK), die Römisch-Katholische Zentralkonferenz (RKZ) und das Fastenopfer an ihren Sitzungen von Ende November / Anfang Dezember 2013 zugestimmt haben. Damit übernimmt die RKZ auf gesamtschweizerischer und sprachregionaler Ebene noch mehr finanzielle Verantwortung.

Wegleitend für das neue Finanzierungsmodell ist es, die Glaubwürdigkeit und die Zukunftsfähigkeit des Fastenopfers und der katholischen Kirche zu stärken. Es dient allen: Das Hilfswerk Fastenopfer kann sich auf seinen Kernauftrag konzentrieren und sich entsprechend bei Spenderinnen und Spendern positionieren. Die Bischofskonferenz und die pastoralen Institutionen sowie die RKZ und ihre Mitglieder können mit Unterstützung all jener, die Kirchensteuern und -beiträge leisten, eine lebendige Kirche erhalten und weiter entwickeln.

Erinnerung an die Anfänge

Seit seiner Gründung setzt Fastenopfer seine Spendenerträge nicht nur für Projekte in den Ländern des Südens ein, sondern finanziert auch überregionale Aufgaben der Kirche in der Schweiz. Denn zum Zeitpunkt seiner Entstehung im Jahr 1962 standen auf schweizerischer und sprachregionaler Ebene sowie für die Bistümer noch kaum Kirchensteuermittel zur Verfügung. Aber der Aufbruch der Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der Synode 72 erforderte eine Stärkung dieser Ebenen. Konkret ging es um die Umsetzung der Liturgiereform, die Stärkung der biblischen Bildungsarbeit, die Ausbildung von Katechetinnen und Katecheten, die kirchliche Medienarbeit sowie den Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden. Deshalb setzte das Hilfswerk anfänglich 50 Prozent der Spenden im Ausland, 50 Prozent im Inland ein.

Schrittweise Verlagerung der finanziellen Verantwortung

1971 wurde die Römisch-Katholische Zentralkonferenz (RKZ) als nationaler Zusammenschluss der kantonalkirchlichen Organisationen gegründet, um die Bischöfe bei der Wahrnehmung der schweizerischen und sprachregionalen Aufgaben zu unterstützen. Schrittweise übernahm die RKZ mehr finanzielle Verantwortung – und entlastete Fastenopfer im Bereich Inland. So wurde der Inlandteil des Hilfswerks zunächst auf 30 Prozent reduziert, dann übernahm die RKZ die administrative Betreuung der Projekte und 2002 wurde der Inlandteil nochmals verringert. Heute finanziert Fastenopfer noch 20 Prozent des Budgets von rund 9 Millionen Franken für gesamtschweizerische und sprachregionale Aufgaben. Da auch die grossen Bistümer inzwischen vermehrt durch die kantonalkirchlichen Organisationen unterstützt werden, verloren die Diözesananteile des Fastenopfers ebenfalls an Bedeutung. Die neue Vereinbarung ist eine weitere Etappe auf diesem seit Jahrzehnten eingeschlagenen Weg.

Glaubwürdig und zukunftsfähig

Die Übergangszeit bis Ende 2017 wird genutzt, um die Zuständigkeiten und Finanzflüsse zwischen Fastenopfer, RKZ und den Bistümern weiter zu entflechten. Das führt zu erhöhter Transparenz und zu einer Vereinfachung der Arbeit in den bisher gemischten Gremien. Fastenopfer wird seine Beiträge ab 2018 eigenständig vergeben, die SBK und die RKZ ihrerseits werden ihre Zusammenarbeit auf der Basis eines Vertrags und entsprechender Reglemente neu regeln.

Als nächste Schritte werden der Vertrag zwischen Bischofskonferenz und Fastenopfer angepasst sowie ein Vertrag zwischen Bischofskonferenz und RKZ abgeschlossen. Damit anerkennen die Schweizer Bischöfe den Einsatz der staatskirchenrechtlichen Körperschaften und den Beitrag, den Katholikinnen und Katholiken auf diesem und anderen Wegen zur Finanzierung und Schaffung guter Voraussetzungen für das kirchliche Leben leisten.

Fribourg, Zürich und Luzern, den 11. Dezember 2013

Nähere Auskunft erteilen:

●       Für Fastenopfer: Matthias Dörnenburg, Direktor a.i.

Tel. +41 79 759 90 22, Mail doernenburg@fastenopfer.ch

●       Für die RKZ: Daniel Kosch, Generalsekretär
 Tel. +41 44 266 12 00, Mail rkz@kath.ch

●       Für die SBK: Erwin Tanner, Generalsekretär
Tel. +41 26 510 15 15, Mail  erwin.tanner@conferencedeseveques.ch