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SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 01.06.2017

Versammlung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) in Einsiedeln


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Jubiläumsversammlung SBK in Einsiedeln

SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | Mediencommuniqué | 06.06.2013

„Wir bauen gemeinsam Kirche“

Versammlung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) in Einsiedeln

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat sich vom 2. bis 5. Juni 2013 in der Benediktinerabtei Maria Einsiedeln zur 300. Ordentlichen Versammlung getroffen.

Am ersten Tag der Versammlung feierten die Schweizer Bischofskonferenz und die Inländischen Mission (IM) ihr Doppeljubiläum: Beide Organisationen wurden vor 150 Jahren gegründet. Neben Gläubigen aus allen Landesteilen feierten zahlreiche Vertreter aus Ökumene, Staat und Politik sowie Repräsentanten des Heiligen Stuhls und Bischöfe aus den Nachbarländern mit der IM und der SBK (siehe Communiqué vom 2.6.13). Die Glückwünsche des Schweizerischen Bundesrates überbrachte Bundesrätin Doris Leuthard in einer engagierten Ansprache. Ständerat Paul Niederberger, Präsident der Inländischen Mission, hielt die Festrede für das katholische Hilfswerk. Die Verhandlungen der SBK wurden am zweiten Tag der Versammlung der Bischöfe aufgenommen.

Ein doppeltes Jubiläum

Wichtigster Teil der Jubiläumsfeier bildete eine Festmesse in der Klosterkirche Einsiedeln. Das Fest stand im Zeichen des Dankes und der Freude: Dank an die vielen Laien und Seelsorgerinnen und Seelsorger, die sich Tag für Tag für den gelebten Glauben einsetzen und «Miteinander Kirche bauen», wie das Motto der Feier lautete. Der Präsident der SBK, Bischof Markus Büchel, erinnerte in seiner Predigt daran, dass die Inländische Mission, 1863 von katholischen Laien gegründet, während Jahrzehnten den Bau vieler Kirchen unterstützt hat: „Kirchen sind Zeichen in der Gesellschaft für eine andere Wirklichkeit, das Wohnen Gottes unter uns Menschen.“ Er verwies in diesem Zusammenhang auf die grosse Bedeutung der Laien im Plan Gottes und unterstrich, dass gemäss dem Evangelium Christus selbst die Kirche leitet: „Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden ist ein vielfältiges und grossartiges Zusammenspiel zwischen Gott und Menschen, zwischen Menschen mit den verschiedensten Gaben, Berufungen und Diensten, zwischen Laienchristen und Ordinierten, zwischen Rückwärtsschauenden und Vorwärtsdrängenden, zwischen Entschiedenen und Suchenden, zwischen Bischöfen und Hilfswerken wie der IM – wir alle aber bauen Kirche nur gemeinsam, wenn allen die Freude an Gott das Wichtigste ist und wir daraus Kraft schöpfen.“
Eine Skulptur auf dem Klosterplatz erinnert an das doppelte Jubiläum und den Auftrag, gemeinsam Kirche zu bauen.

Sonntag schützen – Gemeinschaft stärken

Im Auftrag der SBK engagiert sich die Expertenkommission Justitia et Pax im breiten Bündnis "Sonntagsallianz" zum Schutz des Sonntags. An ihrer Versammlung besprachen die Bischöfe den derzeitigen Stand dieser Frage. Diverse politische Vorstösse und Initiativen zur Ausweitung von Ladenöffnungszeiten und zur Lockerung des Nacht- und Sonntagsarbeitsverbots zeigen, dass der arbeitsfreie Sonntag von verschiedener Seite gefährdet ist. Nach Überzeugung der Bischöfe gehört der arbeitsfreie Sonntag zu den wertvollen Einrichtungen unserer Gesellschaft. Der Sonntag stellt den Menschen in einen grösseren Zusammenhang und belegt, dass wirtschaftliche Tätigkeiten zwar ihren wichtigen, aber begrenzten Raum haben. „Nicht alle Lebensbereiche und -zeiten dürfen ökonomisiert werden“, heisst es zurecht in der ökumenischen Stellungnahme „Sonntag schützen, Gemeinschaft stärken“, welche die Bischofskonferenz 2005 gemeinsam mit dem Evangelischen Kirchenbund und der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen herausgegeben hat. Diese ist weiterhin gültig und sehr aktuell. Sie kann unter folgendem Link via Internet heruntergeladen werden: Sonntag schützen − Gemeinschaft stärken.

Sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld

Eine neue Ausgabe der Richtlinien mit dem Titel „Sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld. Richtlinien der Schweizer Bischofskonferenz und der Vereinigung der Höhern Ordensobern der Schweiz“ wird derzeit vorbereitet. Neu werden die Richtlinien nicht alleine von der Schweizer Bischofskonferenz, sondern auch von der Vereinigung der Höhern Ordensobern der Schweiz erlassen. Die Erweiterung des Geltungsbereichs der Richtlinien verdankt sich besonders Menschen, die sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld und das Schweigen darüber erleiden mussten – und die, Gott sei Dank, nicht aufgegeben haben, ihre verletzte Menschenwürde zum Thema zu machen. Die 3. Auflage der Richtlinien wird publiziert und in Kraft gesetzt, sobald die förmliche Anerkennung („Rekognoszierung“) der Richtlinien durch den Heiligen Stuhl erfolgt ist.

Die SBK hat die Jahresstatistik 2012 „Sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld“ entgegengenommen, die das Fachgremium „Sexuelle Übergriffe in der Pastoral“ erstellt hat. Die Zahl der Meldungen hat deutlich abgenommen. Im Berichtsjahr 2012 wurden den Bistümern 9 Opfer (2011: 23 Opfer) und 9 Täter (2011: 24 Täter) aus dem Zeitraum von 1960 bis 2012 neu gemeldet. Vier der Opfer sind Heranwachsende zwischen 12 und 16 Jahren, die anderen Meldungen betreffen Vergehen gegen Erwachsene.

Amtsverzicht von Bischof Norbert Brunner

Mgr. Norbert Brunner, Bischof von Sitten, hat seinen Mitbrüdern mitgeteilt, dass er dem Papst seinen Wunsch übermittelte, auf das Amt des Bischofs von Sitten zu verzichten. Dies nach über 40-jähriger Tätigkeit in der Leitung des Bistums, davon 18 Jahre als Bischof. Der Papst zieht den Amtsverzicht wohlwollend in Betracht und hat seine Mitarbeiter beauftragt, die Ernennung eines Nachfolgers auf dem Stuhl des Bischofs von Sitten in die Wege zu leiten. Bischof Norbert Brunner bleibt bis zur Einsetzung des Nachfolgers im Amt. Er ist seit 1995 Mitglied der SBK und hat seither für sie zahlreiche Aufgaben erfüllt. Von 1998 bis 2012 war er Mitglied des Präsidiums der SBK, davon die letzten drei Jahre als ihr Präsident.

In Kürze

- Die SBK benennt Bischof Charles Morerod zum Nationalpräsidenten der „Catholica Unio der Schweiz“. Er wird in diesem Amt die Nachfolge von Bischof Peter Henrici übernehmen. Zur Nationalsekretärin/Landesdirektorin nominiert sie Frau Dr. Maria Brun, Luzern. Das römisch-katholische Hilfs- und Informationswerk „Catholica Unio“ engagiert sich für den Christlichen Orient.

- Die SBK nimmt dankbar zur Kenntnis, dass der Schweizerische Israelitische Gemeindebund Rabbiner Dr. David Bollag zum Co-Präsidenten der Jüdisch/Römisch-katholischen Gesprächskommission ernannt hat.

- Mehr als 300 Jugendliche aus der Schweiz beteiligen sich am Weltjugendtag, der im Juli in Rio de Janeiro stattfinden wird. Die SBK freut sich über ihre Teilnahme. Sie wünscht Ihnen und den Bischöfen, die sie begleiten, eine fruchtbringende Erfahrung von Kirche und Glauben.

Begegnungen

- Der Apostolische Nuntius in der Schweiz, Erzbischof Diego Causero, hat der Versammlung der Bischofskonferenz einen freundschaftlichen Besuch abgestattet. Er war begleitet von Mgr. Mario Codamo, Nuntiatursekretär in Bern.

- Im Anschluss an die Versammlung traf sich die Bischofskonferenz mit dem Stiftungsrat und der Geschäftsleitung des Fastenopfers. Das Treffen diente der Information und dem Austausch über die Entwicklung und die Perspektiven des katholischen Hilfswerks, namentlich mit Blick auf dessen Neugestaltung des Inlandengagements. Die Bischöfe übermittelten Dank und Anerkennung für das segensreiche Wirken des Fastenopfers.

Ernennungen

Die Schweizer Bischofskonferenz ernennt:

- Pfarrer Thomas Rey, Cham ZG, zum Mitglied der Kommission „Bischöfe-Priester“.

- Cristina Vonzun, Dr. theol., Journalistin, Bellinzona TI, zum Mitglied der Kommission für Kommunikation und Medien

Einsiedeln SZ, 5. Juni 2013

Schweizer Bischofskonferenz
Walter Müller, Informationsbeauftragter