16.03.2017

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund, Schweizer Bischofskonferenz, Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz, Verein „600 Jahre Niklaus von Flüe“


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14.02.2017

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Mediencommuniqué | 03.12.2008

Neue Impulse für die Ökumene

An einem ökumenischen Gipfeltreffen haben die Schweizer Bischöfe und die Mitglieder des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes die aktuelle Situation, ihre Möglichkeiten und Schwierigkeiten besprochen und neue Impulse für die Ökumene gesetzt.

Erstmals seit 2001 trafen sich die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) am 2. und 3. Dezember in Appenberg bei Zäziwil zu einer gemeinsamen Klausurtagung. Die Frage, was Kirche zur Kirche macht, stand im Zentrum des Treffens. Unmittelbarer Anlass war die schwierige ökumenische Situation nach den Diskussionen über das gegenseitige Kirchenverständnis im vergangenen Jahr.

In Gesprächen zeigten sich grosse Gemeinsamkeiten im Kirchenverständnis. Trotzdem bleiben grundsätzliche Unterschiede, die eine Herausforderung für das ökumenische Gespräch bedeuten. Für einige bisher unüberbrückbare Gegensätze wurden aussichtsreiche Ansätze für das ökumenische Gespräch identifiziert.

Unverändert wichtig ist die Verpflichtung der 2005 unterzeichneten Charta Oecumenica zum Bemühen um ein gemeinsames Verständnis der Heilsbotschaft Christi im Evangelium. Die Ergebnisse der Klausurtagung werden in die Zusammenarbeit von SEK und SBK sowie in die Arbeit der Evangelisch/Römisch-katholischen Gesprächskommission (ERGK) einfliessen und ihr neue Impulse verleihen.

Angesichts vieler Herausforderungen äusserten SEK und SBK die Absicht, in Zukunft vermehrt das gemeinsame Engagement der beiden Kirchen zu suchen. SEK und SBK unterstreichen zum 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember 1948 die herausragende Bedeutung dieses Dokuments für die gesamte Menschheit. Heute geht es darum, die unaufgebbare Selbstverpflichtung der Menschen in allen Staaten, Regierungen und gesellschaftlichen Institutionen wachzuhalten. Auch 60 Jahre nach ihrer Erklärung bedeutet jede Verletzung der Würde eines Menschen einen Angriff auf die Menschenrechte selbst. Deshalb stellt sich die Aufgabe des Einsatzes für den Respekt gegenüber der Würde und für den Schutz der Freiheit und Persönlichkeit eines jeden Menschen jeden Tag neu.

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Medienkontakt
Simon Weber, Leiter Kommunikation SEK, 078 739 58 53
Walter Müller, Informationsbeauftragter SBK, 079 446 39 36