SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 08.09.2017

Versammlung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) in St. Niklausen


SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 06.09.2017

5. Dialogrunde zwischen der Organisation für Islamische Kultur und Beziehungen und der Kommission für den Dialog mit Muslimen der Schweizer Bischofskonferenz vom 26. 31. August 2017 in Iran


Justitia et Pax | 01.09.2017

Die Schweizerische Nationalkommission Justitia et Pax begründet ihr JA zur Reform der Altersvorsorge 2020 aus sozialethischer Sicht


SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 31.07.2017

Videobotschaft zum 1. August als Auftakt zur Wallfahrt in den Flüeli Ranft


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SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | Mediencommuniqué | 08.09.2011

Neuer Generalsekretär der Bischofskonferenz ernannt

Versammlung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) in Givisiez

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat sich vom 5. bis 7. September 2011 im Priesterseminar des Bistums Sitten in Givisiez FR zur 293. Ordentlichen Versammlung getroffen. Unter den verschiedenen Ernennungen, die die Bischöfe vorgenommen haben, ist besonders hervorzuheben die Ernennung von Dr. Erwin Tanner zum Generalsekretär der Schweizer Bischofskonferenz.

Mit dem 44-jährigen Juristen und Theologen übernimmt eine breit ausgebildete, kluge und bewährte Führungskraft die Leitung des Sekretariats der SBK. Es ist das erste Mal, dass dieses hohe Kirchenamt von einer Person aus dem Laienstand ausgeübt wird. Dr. Erwin Tanner ist seit 2006 Mitarbeiter des Sekretariates der SBK, ab Mitte 2007 als Stellvertretender Generalsekretär. Seit dem Weggang von Dr. Felix Gmür, der zum Bischof von Basel geweiht wurde, übte er das Amt des Generalsekretärs ad interim aus.

Erwin Tanner wurde 1967 in St. Gallen geboren, besuchte das von Kapuzinern geführte Kollegium Appenzell und studierte an den Universitäten Freiburg (Schweiz) und München. Seine Studien schloss er mit dem Lizentiat in Theologie und dem Doktorat beider Rechte ab. Seine Doktorarbeit widmete sich Grundfragen des staatlichen Religionsrechts im Zusammenhang mit der muslimischen Minderheit und ihrer Religion. Er ist verheiratet und Vater eines Kindes.

Vorrangige Zuständigkeit der Familie in der Erziehung

Bei der Schweizer Bischofskonferenz sind viele Anfragen besorgter Eltern eingegangen über die in den Medien diskutierte Sexualpädagogik an Schulen. Die Bischöfe betonen die vorrangige Zuständigkeit der Eltern für die Erziehung der Kinder. Die wahre Entwicklung des Menschen verlangt die umfassende Achtung menschlicher Werte. Dies gilt auch für den Umgang mit der Sexualität. „Man kann sie nicht auf eine lediglich hedonistische und spielerische Handlung reduzieren, so wie man die Sexualerziehung nicht auf eine technische Anleitung reduzieren kann, deren einzige Sorge es ist, die Betroffenen vor eventuellen Ansteckungen oder vor dem »Risiko« der Fortpflanzung zu schützen“, betont Papst Benedikt XVI. (Caritas in veritate, 44). Im pädagogischen Bereich dürfen gesellschaftlich in hohem Ausmass umstrittene Sexualtheorien nicht einfach über Lehrmittel durchgesetzt werden.

Aufruf zu respektvollem Umgang in politischen Debatten

Die Bischöfe rufen im Vorfeld der Wahlen dazu auf, einander trotz aller Meinungsunterschiede mit Respekt zu begegnen. Sie danken allen, die sich für ein achtungsvolles Miteinander einsetzen. Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil rufen sie in Erinnerung, dass die Politikerinnen und Politiker nicht nur für das Wohl des eigenen Volkes verantwortlich sind. „Nichts nützt ihnen ihr Bemühen, Frieden zu stiften, wenn Gefühle der Feindschaft, Verachtung, Misstrauen (…) und ideologische Verhärtung die Menschen trennen und zu Gegnern machen. Darum sind vor allem eine neue Erziehung und ein neuer Geist in der öffentlichen Meinung dringend notwendig" (Gaudium et Spes, 82).

In Kürze

- Die Bischofskonferenz nahm die Studie des Historikers Bruno Soliva entgegen über „Die katholische Kirche in der Schweiz und ihre Haltung zur Apartheid in Südafrika (1970-1990)“. Sie war von der SBK im Jahr 2007 in Auftrag gegeben worden. Die Bischöfe danken für die gründlich zusammengetragene Dokumentation. Die Studie wird von der Nationalkommission Justitia et Pax, welche die Studie begleitet hat, herausgegeben und anlässlich einer Medienkonferenz am 15. September der Schweizer Öffentlichkeit vorgestellt.

 - Die Bischöfe haben den Zwischenbericht „Aufarbeitung und Prävention sexueller Übergriffe in der Seelsorge“ genehmigt. Sie beauftragten das Fachgremium sexuelle Übergriffe in der Seelsorge die bisherigen und anstehenden Schritte anlässlich einer Medienkonferenz am 15. September der Öffentlichkeit vorzustellen.

- Die Schweizer Bischöfe besprachen den vorliegenden Entwurf („Messordinarium“) für die dritte Auflage des Messbuches des deutschen Sprachgebiets. Im Sinne der Kontinuität entschieden sie sich, die bisherige Fassung weitgehend zu übernehmen. Der Text bedarf noch der Endredaktion durch die deutschsprachigen Bischofskonferenzen sowie der Anerkennung durch den Heiligen Stuhl.

 - Die SBK entsendet den Bischof von Basel, Dr. Felix Gmür, an die XIII. ordentliche Vollversammlung der Bischofssynode nach Rom. Stellvertretender Delegierter ist Bischof Denis Theurillat. Die Bischofssynode wird vom 7. bis 28. Oktober 2012 zum Thema „Die neue Evangelisierung für die Weitergabe des christlichen Glaubens“ abgehalten. Die Mitglieder der SBK besprachen das vatikanische Vorbereitungspapier („Lineamenta“) für die Bischofssynode.

 Begegnung

Der neue Apostolische Nuntius in der Schweiz, Erzbischof Diego Causero, hat der Versammlung der Bischofskonferenz seinen ersten Besuch abgestattet. Er war begleitet von Nuntiatursekretär Mgr. Seamus Patrick Horgan. Der Gesandte des Papstes hat eine doppelte Aufgabe: Er ist Verbindungsglied zwischen dem Papst und der katholischen Kirche in der Schweiz und gleichzeitig Botschafter bei der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Ernennungen

Die Schweizer Bischofskonferenz ernennt:

- Dr. Erwin Tanner, Bösingen FR, zum Generalsekretär der Schweizer Bischofskonferenz.

- Fra Martino Dotta OFMCap, Bellinzona, zum Präsidenten der Nationalkommission Justitia et Pax ab November 2011. Der 1966 in Sorengo TI geborene Kapuziner schloss das Theologiestudium an der Universität Freiburg (Schweiz) 1992 mit einem Doktorat über Dietrich Bonhoeffer ab. Wegen seiner vielfältigen sozialen Tätigkeiten ist er im Tessin allgemein als „Frate dei Poveri“ (Bruder der Armen) bekannt.

- Roger Husistein, Bern, zum Mitglied dieser Nationalkommission Justitia et Pax.

- Pfarrer Erich Camenzind, Rothenturm SZ, und Domherr Guido auf der Mauer, Zürich, zu Mitgliedern der Kommission Bischöfe-Priester.

- Don Maurizio Silini, Pregassona TI, zum Delegierten bei der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz.

- zu Koordinatoren
 der italienischen Missionen: Don Carlo De Stasio, Wettingen (neu),
 der kroatischen Missionen: Pater Mijo Pinjuh, St. Gallen (neu),
 der spanischen Missionen: Don Miguel Angel Blanco, Freiburg i. Ü. (bisher),
 der portugiesischen Missionen Pater Aloísio Araújo, Luzern (bisher).

Givisiez, 7. September 2011

Schweizer Bischofskonferenz
 Walter Müller, Informationsbeauftragter