SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 04.05.2017


Römische Kurie Römische Kurie | 02.05.2017


COR | 24.03.2017

Communiqué à l'issue de la COR du 17.03.2017


16.03.2017

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund, Schweizer Bischofskonferenz, Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz, Verein „600 Jahre Niklaus von Flüe“


Alle Dokumente

SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | Mediencommuniqué | 07.08.2007

Offener Brief zur ökumenischen Situation heute

In dem heute auf der Webseite der Schweizer Bischofskonferenz (SBK - www.sbk-ces-cvs.ch) veröffentlichten offenen Brief an den Präsidenten des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), Pfarrer Thomas Wipf, erörtert der Präsident der SBK, Bischof Kurt Koch, die ökumenische Situation heute.

Anlass des offenen Briefes sind das kürzlich publizierte Dokument der vatikanischen Glaubenskongregation über die Lehre der Kirche und die teils enttäuschten Stellungnahmen dazu, namentlich von evangelisch-reformierter Seite. Das hat ökumenische Irritationen ausgelöst, die Bischof Koch bedauert und die ihm leid tun. Allerdings sollte nicht verschwiegen werden, dass in manchen Fällen auch von reformierter Seite ökumenische Irritationen ausgelöst wurden.

Im alltäglichen Umgang miteinander werden die aus der Reformation hervorgegangenen Glaubensgemeinschaften selbstverständlich als Kirchen geachtet. Dennoch sollte es erlaubt sein, dass die Katholiken mit den Reformierten über die gelebte Ökumene hinaus das eigentlich theologische Verständnis der Kirche diskutieren. Dieses Verständnis unterscheidet sich insbesondere in den Fragen des sakramentalen Weiheamtes und der apostolischen Sukzession. So verstehen sich die evangelisch-reformierten Kirchen nicht als Kirche in dem Sinne, wie sich die katholische Kirche versteht.

Die katholische Kirche setzt alles daran, den nötigen theologischen Dialog weiterzuführen. Denn beide gelebte Ökumene und theologische Debatte sind notwendig. Bischof Koch wünscht sich, dass die reformierten Kirchen in der Schweiz mit der katholischen Kirche im Gespräch bleiben, um gemeinsam als ökumenische Weggemeinschaft weiterzugehen. Denn der ökumenische Fortschritt ist nicht umkehrbar, und je offener auch über Unterschiede diskutiert wird, desto besser.

Freiburg, 7. August 2007

Schweizer Bischofskonferenz (SBK)
Dr. Felix Gmür, Generalsekretär
Avenue du Moléson 21, Postfach 122
1700 Freiburg / Schweiz
Tel. ++41 26 322 47 94, www.sbk-ces-cvs.ch