Die katholische Kirche ist dazu aufgerufen, ihre Türen und Fenster weit zu öffnen, um das Evangelium zu verkünden. Sie muss ihr tägliches Engagement gegen den Missbrauch, der in ihren Reihen stattfindet, fortsetzen. Zwei Themen, die im Mittelpunkt dieser neuen Folge der Serie „Lumen“ mit Joseph Maria Bonnemain, Bischof von Chur und Verantwortlichem für das Dossier „Missbrauch im kirchlichen Kontext“ der Schweizer Bischofskonferenz, stehen. Herzlich willkommen!
Offene Türen
„Wir müssen die Türen der Kirche öffnen!“. Bischof Joseph Maria Bonnemain plädiert für eine Kirche der Begegnung. Eine Grundhaltung, die sich im Bischofsstab des Asinio, einem der ersten Bischöfe der Bündner Hauptstadt, manifestiert: Es handelt sich um eine Art schnörkelloser Pilgerstab, um allen die Freude des Evangeliums zu verkünden.
Missbrauch: Täglicher Kampf
Die Bekämpfung von Missbrauch ist eine zentrale Verpflichtung der katholischen Kirche in der Schweiz, erinnert Bischof Joseph Maria Bonnemain. Einige Schritte – wie die Veröffentlichung des Berichts über die von der SBK, der RKZ und der KOVOS an der Universität Zürich in Auftrag gegebene Vorstudie im September 2023 – werden und wurden in den nationalen Medien ausführlich behandelt. Dies sind wichtige Meilensteine auf dem Weg einer langfristigen Aufgabe: Der Behandlung, Begleitung und Prävention von Missbrauch. Für den Bischof von Chur und Vizepräsidenten der SBK ist wichtig, dass die Betroffenen wissen, dass sie im Mittelpunkt des Interesses der Kirche stehen.
Lumen
Lumen ist eine mehrteilige Serie in Form von
- Porträts, um Männer und Frauen zu treffen, die in der Schweizer Bischofskonferenz und im Dienst der katholischen Kirche in der Schweiz tätig sind;
- Interviews, um wichtige Themen unserer Kirche zu vertiefen und ihre Arbeit in der Gesellschaft aufzuzeigen, indem sie spirituelle und ethische Inhalte auf zugängliche Weise anbietet.
Diese Videos werden in der Originalsprache der Interviewten (Deutsch, Französisch oder Italienisch) mit Untertiteln in allen drei Sprachen produziert.
Arbeitsgruppe und Dienststelle „Missbrauch im kirchlichen Kontext“
Die Arbeitsgruppe „Missbrauch im kirchlichen Kontext“ ist das strategische Gremium für die Umsetzung der beschlossenen Massnahmen gegen Missbrauch sowie für nationale Aufarbeitungs- und Präventionsprojekte. Sie setzt sich aus Vertretern der SBK, der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) und der Konferenz der Ordensgemeinschaften und anderen Gemeinschaften des gottgeweihten Lebens in der Schweiz (KOVOS) zusammen. Die drei Dachverbände führen zusammen die Dienststelle, welche für die Geschäftsführung der Arbeitsgruppe und des interdisziplinären, beratenden Fachgremiums zuständig ist. Sie ist bei der RKZ in Zürich angesiedelt.
