Wenn es ein Wort gibt, das das Engagement von Claudia Ibarra zusammenfassen könnte, dann ist es zweifellos das Wort „Verbindung“. Ob in der Psychiatrischen Klinik in Marsens im Kanton Freiburg oder in den Bistümern des Landes: alles entfaltet sich durch Begegnungen. Als Seelsorgerin und Beraterin der Bischöfe ist sie davon überzeugt, dass grosse Veränderungen oft am Rande stattfinden, bei einer harmlosen Frage oder einer Tasse Kaffee. Willkommen!
Die spezifische Eigenart eines Seelsorgers ist Ohnmacht
„Manchmal habe ich nichts zu sagen. Ich werde zum Resonanzkörper. Ich höre zu.“ In Marsens bietet Claudia Ibarra angesichts des Leidens ihre Präsenz an. Eine mitfühlende Präsenz, die in der Hoffnung verankert ist, dass die Verzweiflung nicht das Ende der Geschichte ist. Als Psychologin und Theologin besteht ihre Aufgabe als Seelsorgerin darin, eine Verbindung herzustellen. „Ich habe verstanden, dass ich hier mein Bestes geben kann“, sagt sie.
Frauen in der Kirche: Auf dem Weg zur Wertschätzung
Claudia Ibarra ist Mitglied des Frauenrats der Schweizer Bischofskonferenz. Ein Gremium, das zum Ziel hat, Frauen eine Stimme zu geben. Eine wirksame Stimme, die gehört wird. Sie ist überzeugt: „Immer mehr Frauen werden auf allen Ebenen der Kirche immer mehr Wertschätzung erfahren. Die Zukunft liegt in dem, was synodal aufgebaut wird, im Bewusstsein der gleichen Würde.“
Lumen
Lumen ist eine mehrteilige Serie in Form von
- Porträts, um Männer und Frauen zu treffen, die in der Schweizer Bischofskonferenz und im Dienst der katholischen Kirche in der Schweiz tätig sind;
- Interviews, um wichtige Themen unserer Kirche zu vertiefen und ihre Arbeit in der Gesellschaft aufzuzeigen, indem sie spirituelle und ethische Inhalte auf zugängliche Weise anbietet.
Diese Videos werden in der Originalsprache der Interviewten (Deutsch, Französisch oder Italienisch) mit Untertiteln in allen drei Sprachen produziert.
Der Frauenrat der SBK
Als beratendes Organ der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat der Frauenrat die Aufgabe, verschiedene für das Leben der katholischen Kirche in der Schweiz und ganz allgemein für die Schweizer Gesellschaft relevante Themen aus der Erfahrung und der Perspektive von Frauen zu reflektieren und zu vertiefen. Seine Überlegungen beziehungsweise seine Stellungnahmen werden der Vollversammlung der SBK vorgelegt. Darüber hinaus organisiert der Frauenrat regelmässig Treffen mit Organisationen oder Persönlichkeiten, die sich in verschiedenen Bereichen für Frauenfragen in der katholischen Kirche oder in der Gesellschaft engagieren.
Derzeit besteht der Frauenrat aus sieben engagierten Mitgliedern aus den verschiedenen Sprach- und Kulturregionen des Landes und aus allen sechs Diözesen. Sie vertreten verschiedene Strömungen und Perspektiven innerhalb der katholischen Kirche in der Schweiz. Der Frauenrat tagt viermal jährlich in ordentlicher Sitzung und wird vom sektorverantwortlichen Mitglied der SBK präsidiert. Bischof Beat Grögli, Bischof von St. Gallen, ist dafür verantwortlich und stellt den Informationsfluss zwischen dem Rat und der Vollversammlung der SBK sicher.
