Lumen mit Valentina Anzini

Valentina Anzini stammt aus Menzonio, einem kleinen Dorf, das sie in das Leben der Kirche eingeführt hat. Heute setzt sie ihren Weg fort, indem sie sich für die gemeinsame Mission engagiert. Der synodale Weg ist nämlich nicht nur ein Weg der Worte, sondern eine Bekehrung des Herzens. Das ist der rote Faden ihres Lebens. Die fünfte Folge der Serie Lumen konzentriert sich auf Gemeinschaft und den gemeinsamen Weg. Herzlich willkommen.

„Christsein leben“

Im Valle Maggia (Maggiatal), das von der Flutkatastrophe von 2024 geprägt ist, gibt es kleine Gemeinschaften, die zu einer Familie werden. Für Valentina Anzini war ihre Gemeinde die Wiege des Glaubens, der ihr die Kraft gab, schwierige Zeiten zu bewältigen. Für sie bedeutet ein Leben im Glauben, zu erkennen, „dass alles mit einem anderen Ziel verbunden ist”, auch ihr zivilen Engagement in der Gemeinde. Denn um Gutes zu tun, „muss der Laie einfach sein Christsein leben”, in der Kirche, aber auch in der Gesellschaft.

Porträt von Valentina Anzini (4′)

Synodalität: Nicht nur ein Weg der Worte

„Synodalität ist die Art und Weise, wie die Kirche des dritten Jahrtausends sein soll“, betont Valentina Anzini. Und sie fährt fort: „Aber die Kirche war schon von Anfang an synodal, das ist das Fundament des Christseins.“ Als Vizepräsidentin der Synodalitätskommission arbeitet Valentina Anzini mit jungen Menschen, die von der Kirche gehört und angenommen werden wollen. Sie bezeichnet sie als „Mutter“, die allen Raum gibt, entsprechend ihren jeweiligen Besonderheiten. So sollte ein synodaler Weg gestaltet werden: Indem man durch die Gabe dessen, was uns gegeben wurde, einen Konsens für das Gemeinwohl des Volkes Gottes findet.

Interview (12′)

Lumen

Lumen ist eine mehrteilige Serie in Form von

  • Porträts, um Männer und Frauen zu treffen, die in der Schweizer Bischofskonferenz und im Dienst der katholischen Kirche in der Schweiz tätig sind;
  • Interviews, um wichtige Themen unserer Kirche zu vertiefen und ihre Arbeit in der Gesellschaft aufzuzeigen, indem sie spirituelle und ethische Inhalte auf zugängliche Weise anbietet.

Diese Videos werden in der Originalsprache der Interviewten (Deutsch, Französisch oder Italienisch) mit Untertiteln in allen drei Sprachen produziert.

Die nationale Synodalitätskommission

Die Synodalitätskommission (Syko) versteht sich als «Laboratorium der Synodalität» auf nationaler Ebene. Es geht um ein vertrauensvolles Mitwirken, Ausprobieren und Weitergehen, um das Evangelium in Gegenwart und Zukunft zu verkünden und zu bezeugen.

Die Syko wird bis 2029 verschiedene Möglichkeiten ausprobieren, wie man die katholische Kirche in der Schweiz gemeinsam gestalten kann. Sie entwickelt unterschiedlichen Ideen und testet diese auf nationaler Ebene. Grundlage dazu bildet das Schlussdokument der Weltsynode zur Synodalität, welches im Oktober 2024 von Papst Franziskus als lehramtliches Schreiben veröffentlicht wurde.

Im Mittelpunkt der Kommissionsarbeit steht der Austausch über eine gemeinsame Vision: eine Kirche, die sich am Zweiten Vatikanischen Konzil orientiert und die den Hauptauftrag hat, die Botschaft Jesu Christi zu verkünden. Eine solche Kirche geht offen auf die Mitmenschen und die gegenwärtige Welt zu; sie ist stets im Dialog. In der aktuellen Umsetzungsphase der Weltsynode 2023-2024 ist schliesslich die Aufgabe der Synodalitätskommission, die spirituelle Dimension des Prozesses zu vertiefen und erneuerte Strukturen zu erproben, die das Leben der katholischen Kirche in unserem Land synodaler gestalten könnten.