Zwischen Neujahr und dem Dreikönigstag ziehen in der ganzen Schweiz über 10’000 Kinder und Jugendliche als Heilige Drei Könige von Haus zu Haus. Mit Liedern, Sprüchen und der traditionellen Segensformel «C+M+B» (Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus) bringen sie die weihnachtliche Friedensbotschaft zu den Menschen. Unter dem Motto «Kinder helfen Kindern» sammeln sie Spenden für Kinder in Not.
Jedes Jahr steht die Aktion Sternsingen unter einem spezifischen Thema, das durch exemplarische Projekte aus einer bestimmten Weltregion veranschaulicht wird. Die gesammelten Spenden fliessen in Hilfsprojekte für benachteiligte Kinder in rund 100 Ländern weltweit. Kinder und Jugendliche in der Schweiz erhalten dabei durch pädagogisch aufbereitete Materialien Einblicke in die Lebenswelt Gleichaltriger aus anderen Teilen der Welt.
Aktion Sternsingen 2026 engagiert sich für Kinderrechte und Bildung weltweit. Das Motto «Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit» rückt ein drängendes globales Problem ins Zentrum: die ausbeuterische Kinderarbeit. Jedes Kind hat das Recht, Kind zu sein – zu spielen, zu lernen und zu träumen. Sternsingerinnen und Sternsinger in der ganzen Schweiz setzen sich deshalb gemeinsam mit Partnerorganisationen in den Ländern des Globalen Südens für gerechte Zukunftsperspektiven durch Bildung ein.
Weltweit arbeiten rund 160 Millionen Kinder, viele unter gefährlichen und gesundheitsschädlichen Bedingungen. Das internationale Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, wurde klar verfehlt. Besonders betroffen ist Bangladesch: Dort arbeiten rund 1,8 Millionen Kinder, über eine Million davon unter ausbeuterischen Verhältnissen.
Seit einigen Jahren werden die Sternsinger kurz vor Weihnachten auch vom Präsidenten des Nationalrats im Bundeshaus in Bern empfangen, wo sie das Friedenslicht bringen und an die Bedeutung dieser Initiative erinnern.
