Am 3. Dezember 2025 fand in Visp der zweite Synodalitätstag statt, bei dem die Synodalitätskommission (Syko), die Schweizerische Bischofskonferenz (SBK) und das Präsidium der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz (RKZ) wichtige Weichenstellungen für die zukünftige Zusammenarbeit bei synodalen Prozessen vornahmen. Der Synodalitätstag führt zu einem konkreten Schritt in der Weiterentwicklung synodaler Beteiligung auf nationaler Ebene.
Im Zentrum des Treffens stand die Beteiligung der Synodalitätskommission an den Entscheidungsprozessen von SBK und RKZ. Ein Vorschlag der Syko, der als Grundlage für die Diskussionen diente, wurde im konstruktiven Austausch mit den Mitgliedern der SBK sowie dem Präsidium der RKZ weiterentwickelt und beschlossen.
In einem strukturierten Prozess von Information, Meinungsbildung und Konsentbildung wurde vereinbart, dass im Jahr 2026 ein Thema von nationaler Bedeutung in einem gemeinsamen Entscheidungsprozess von SBK, RKZ und Syko behandelt werden soll.
Die Synodalitätskommission wird das Thema des Synodalitätstages 2026 festlegen. Zur Vorbereitung und Durchführung des kommenden Treffens wird eine Delegation der Syko im Juni 2026 an den Sitzungen der ordentlichen Vollversammlung der SBK sowie des RKZ-Präsidiums teilnehmen, um eine erfolgreiche und fruchtbare Gestaltung des Synodalitätstages sicherzustellen.
Den ganzen Tag über war deutlich spürbar, dass alle bereit waren, einen konstruktiven nächsten Schritt im synodalen Prozess zu gehen – und genau das ist gelungen.
Die Moderation übernahmen Frau Dr. Lea Hollenstein von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und P. Tobias Karcher SJ, deren Expertise und Erfahrung zu einer erfolgreichen Entscheidungsfindung führte. Sie kombinierten dabei die Konsent-Methode aus der Soziokratie mit der ignatianischen Unterscheidung der Geister. So war immer wieder genügend Platz, um den Heiligen Geist in der Stille wirken zu lassen, in einen vertiefenden Austausch untereinander zu kommen und Lösungen zu finden.



