Jeder Mensch hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit – ohne Diskriminierung, Unterdrückung oder Verfolgung. Wie andere Menschenrechte steht auch die Religionsfreiheit in engem Zusammenhang mit politischer Stabilität. Wo Religion oder Weltanschauung unterdrückt werden, kann dies ein zentraler Auslöser für Konflikte und Gewalt sein.
Seit 25 Jahren analysiert Kirche in Not im Bericht über die Religionsfreiheit in der Welt die Situation in 196 Ländern. Bis heute ist er der einzige weltweite Bericht einer Nichtregierungsorganisation, der die Lage der Religionsfreiheit in jedem einzelnen Land systematisch dokumentiert.
Der Bericht Religionsfreiheit weltweit 2025 von KIRCHE IN NOT (ACN) kommt zu dem Schluss, dass es im Berichtszeitraum in 62 Ländern zu schwerwiegenden Verletzungen der Religionsfreiheit kam: 24 Länder wurden in die schlechteste Kategorie ‚Verfolgung‘ und 36 in die zweitschlechteste Kategorie ‚Diskriminierung‘ eingestuft. Davon sind insgesamt mehr als 5,4 Milliarden Menschen betroffen. Die Zahlen lassen auf eine noch umfassendere Verletzung des in Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verbrieften Rechts auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit schliessen. Heute ist dieses grundlegende Menschenrecht nicht mehr nur gefährdet. Es wird inzwischen grossen Teilen der Menschheit vorenthalten.
