Liebe Schwestern und Brüder
Missionare der Hoffnung unter den Völkern. «Durch seine Jünger, die zu allen Völkern gesandt und von ihm auf geheimnisvolle Weise begleitet werden, setzt Jesus, der Herr, seinen Dienst der Hoffnung für die Menschheit fort. Noch immer beugt er sich über jeden armen, geplagten, verzweifelten und vom Bösen heimgesuchten Menschen, um »auf seine Wunden das Öl des Trostes und den Wein der Hoffnung zu giessen« (…) Im Gehorsam gegenüber ihrem Herrn und Meister und mit demselben Geist des Dienens führt die Kirche, die Gemeinschaft der missionarischen Jünger Christi, diese Sendung fort, indem sie inmitten der Völker für alle da ist.» In seiner Botschaft zum 99. Sonntag der Weltmission – mitten im Jubiläumsjahr – erinnert uns der inzwischen verstorbene Papst Franziskus mit Nachdruck daran, wie unverzichtbar es ist, dass die Kirche in einer von Unsicherheit, Leid und Krisen geprägten Welt als lebendiges Zeichen göttlicher Hoffnung wirkt.
Der Sonntag der Weltmission ist daher für jede und jeden eine Gelegenheit, sich dieser missionarischen Aufgabe aufs Neue bewusst zu werden. Durch das Gebet und eine solidarische Spende kann jede und jeder von uns Teil dieser missionarischen Bewegung werden, die Verbindungen zu anderen Gläubigen herstellt und pflegt; auf diese Weise wird die Zusammengehörigkeit der Weltkirche deutlich.
Die Kollekte des Sonntags der Weltmission, welche in über 140 Ländern aufgenommen wird, ist dazu bestimmt, notleidende Diözesen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien zu unterstützen. Dieses Jahr lenkt Missio Schweiz den Blick auf den süd- und südostasiatischen Raum – auf die Kirchen in Bangladesch, Myanmar und Laos. Trotz schwieriger Lebensverhältnisse, welche mancherorts auch den Folgen des verheerenden Erdbebens im Monat März geschuldet sind und der Tatsache, dass Christen in Süd- und Südostasien nur eine kleine Minderheit bilden, ist die Kirche ein lebendiges Zeugnis der Hoffnung. Durch pastorales Wirken, Bildungsarbeit, karitative Hilfe und sozialen Einsatz steht sie den Menschen tatkräftig und solidarisch zur Seite.
Die Schweizer Bischöfe und Territorialäbte rufen alle Gläubigen auf, sich grosszügig an der Kollekte des Sonntags der Weltmission vom 19. Oktober 2025* zu beteiligen und sich damit, mit den bedürftigen Ortskirchen in aller Welt solidarisch zu zeigen.
Wir danken Ihnen im Voraus für die wohlwollende Aufnahme unseres Aufrufs.
Freiburg, August 2025
✠ Charles Morerod OP
Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg
Präsident der Schweizer Bischofskonferenz
*Wenn Sie die vorgeschlagene Kollekte nicht am Sonntag der Weltmission am 19. Oktober 2025 durchführen können, laden wir Sie ein, dies an einem anderen Sonntag zu tun.
