Der Katholische Medienpreis würdigt bewegende Beiträge aus drei Sprachregionen

Am 13. Mai wurde in Bern der Katholische Medienpreis 2024 verliehen. Im Namen der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat der «Medienbischof» Josef Stübi die Auszeichnungen überreicht. Es sind der Hauptpreis im Wert von 2.500 Franken, der Sonderpreis im Wert von 1.000 Franken und der Social-Media-Preis im Wert von 500 Franken.

Die Preisverleihung fand in der Italienischsprachigen Katholischen Mission in Bern in Anwesenheit der Preisträgerinnen, des Generalsekretärs der SBK Davide Pesenti, des Weihbischofs von Basel Josef Stübi sowie von rund 30 weiteren Gästen statt.

Luca Nicola Panarese, Chefredakteur der italienischsprachigen Zeitschrift der Katholischen Mission «Insieme» führte mit sicherer Hand durch den Abend. Die Worte des Jurypräsidenten Davide Adamoli, verhindert «aufgrund von Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Heiligen Jahr» wurden dem Generealsekretär der SBK Davide Pesenti anvertraut. Von rund 40 Bewerbungen aus allen Sprachregionen war die Rede, von einer beeindruckten Jury, die aus Beträgen von grosser Vielfalt und Tiefe, eine Auswahl zu treffen hatte. Dies zeigt auch, dass für die Kirche journalistische Qualität und Kreativität von wesentlicher Bedeutung sind.

Als nächstes ging das Wort an Bischof Stübi. Seine Laudatio zu Ehren der drei Prämierten begann mit dem Social-Media-Preis und den Beiträgen von Eveline Strübi, die via Instagram authentisch über ihre Long-Covid-Erkrankung und die Rolle des Glaubens in diesem Kampf berichtete. Bischof Stübi betonte, wie «wichtig und aussagekräftig persönliche Erfahrungsberichte jenseits von Statistiken und Untersuchungsberichten» sind. Die Preisträgerin Eveline Strübi überzeugt gleich nochmal, als sie die Anwesenden anstatt einer Dankesrede mit einem live performten Poetry Slam überrascht.

Der Sonderpreis geht an Anaïs Reichard, Malika Schaeffer und Sophie Martin für die elegante Kombination von Print und Video in Form einer Weihnachtszeitschrift und ihrem Ableger auf YouTube. Die Zeitschrift, die an 6’000 Familien im Kanton Waadt verteilt wird, erreicht über die katholische Bevölkerung hinaus ein breites Publikum. Bischof Stübi lobt das «niederschwellige und ansprechende» Format, welches «Erwachsene und Kinder durch die Adventszeit mit seinen Traditionen und Symbolen hin zum Weihnachtsfest» führt. Der Redaktion gelingt es, «den Inhalt von Advent und Weihnachten den Menschen nahezubringen. Vor dem Hintergrund der «soziologischen Entwicklung unserer Gesellschaft» ist im Speziellen das filmische Glaubenszeugnis eines jungen Mannes, Protagonist einer Episode, besonders «beeindruckend und berührend». Bischof Stübi lobt darin die Sensibilität, mit der diese Botschaft dokumentiert wird.

Der Hauptpreis ging zum Schluss an Petra Rothmund der «Radiotelevisiun Svizra Rumantscha» (RTR) für ihren Dokumentarfilm «Cumià e cuminanza – Abschied und Gemeinschaft», der zeigt, wie wichtig es ist, individuell und gemeinsam Abschied von Mitmenschen zu nehmen. Ein sensibles Thema in einer zunehmend individualistischen Gesellschaft. In seiner Laudatio erinnert Bischof Stübi daran, dass «die würdevolle Bestattung von Toten ein zentrales Kennzeichen des christlichen Glaubens und Barmherzigkeit» ist. Basierend auf «der Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben und auch vor dem menschlichen Körper» ist die «würdevolle Bestattung der Toten Ausdruck der Hoffnung, dass «der Tod nicht das letzte Wort hat».

Später klang der Abend aus bei einem Apéro und begleitet von der Live-Musik der «Pine Time Jazz Band».

Petra Rothmund: cumià e cuminanza – Abschied und Gemeinschaft
Anaïs Reichard, Malika Schaeffer, Sophie Martin: Les Sacrements: Devenir catholique
Eveline Strübi: Lebenamnullpunkt

Hier die Spoken-Word-Performance der Social-Media Preisträgerin Eveline Strübi zu ihrem Alltag mit Long-Covid: