„Ich weiss selten morgens, wie der Tag am Ende aussehen wird“: In der Schweiz sind Hunderte von Seelsorgerinnen und Seelsorgern in Krankenhäusern an der Seite leidender Menschen tätig. Doch worin besteht ihr Dienst eigentlich?
Lumen hat Christina Wunderlin bei ihrer Arbeit als Seelsorgerin im Kantonsspital Aarau begleitet. Jeder Tag verläuft anders: „Ich weiss selten morgens, wie der Tag am Ende aussehen wird“, erzählt sie. Eines jedoch verbindet all ihre Begegnungen: Präsenz und Zuhören. „Wir sind einfach da und hören zu“, erklärt sie und bringt damit das Wesen der geistlichen Begleitung auf den Punkt.
Auch Claudia Kohli, die das Kompetenzzentrum Seelsorge im Gesundheitswesen leitet, betont, dass der Kern dieses kirchlichen Dienstes darin besteht, „die Möglichkeit eines allgemeinen und manchmal auch ganz spezifisch religiösen Gesprächs anzubieten“. In Zeiten von Krankheit und Unsicherheit verspüren viele Menschen das Bedürfnis, begleitet, aufgenommen und angehört zu werden. Ein Engagement, das seine Wurzeln im evangelischen Auftrag hat und zugleich eine der grundlegenden Aufgaben der Kirche ist: sich um die Leidenden zu kümmern.
Lumen
Entdecken Sie Lumen, eine Serie, die das vielfältige Engagement der katholischen Kirche in der Schweizer Gesellschaft beleuchtet. In dieser zweiten, eindringlichen Staffel widmen wir uns den Frauen und Männern, die die Kirche lebendig machen. Dank ihres Engagements und ihrer Fachkompetenz leisten sie den Gläubigen sowie allen Menschen, die auf der Suche nach Sinn oder Trost sind, unverzichtbare Unterstützung.
Durch authentische Gespräche zeigt die Serie die Strukturen, die die Seelsorge tragen und leiten. So entsteht ein Blick, der zugleich umfassend und konkret ist, und die Realität der Kirche von heute greifbar macht.
Um die Vielfalt unseres Landes widerzuspiegeln, wird jedes Video in der Originalsprache der Gesprächspartner (Deutsch, Französisch oder Italienisch) produziert und verfügt über Untertitel in diesen drei Sprachen.
Kompetenzzentrum Seelsorge im Gesundheitswesen
Das ökumenische Kompetenzzentrum wurde von der SBK, der EKS und der RKZ gegründet und hat im September 2025 ihre Arbeit aufgenommen. Sie stellt sicher, dass die Stimmen der beiden christlichen Kirchen in gesundheitspolitischen Debatten Gehör finden und die kirchliche Seelsorge als unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitswesens sichtbar bleibt und gestärkt wird. Damit nehmen die Kirchen gemeinsam Verantwortung für Menschen in herausfordernden Lebenssituationen wahr. Strategisch untersteht das Kompetenzzentrum einem Steuerungsausschuss. Die nationalen Seelsorgekonferenzen dienen dem fachlichen Austausch und der gemeinsamen Weiterentwicklung. Es hat seinen Sitz im Generalsekretariat der EKS in Bern.
