Die Abtbenediktion von Alexandre Ineichen findet am 19. März 2026 statt

Die Abtbenediktion des neuen Abtes von Saint-Maurice, Mgr. Alexandre Ineichen, wird am Hochfest des heiligen Josef, Donnerstag, 19. März 2026, um 10.00 Uhr in der Basilika der Abtei Saint-Maurice gefeiert. Während der Vesper um 16.30 Uhr, die der neue Abt selbst leiten wird, werden – seinem ausdrücklichen Wunsch entsprechend – die Opfer von Missbrauch besonders geehrt.

Mit der Benediktion bekräftigt die Kirche Gottes Zusage, den Abt in seinem Amt zu schützen und zu leiten. Die Feier ist das öffentliche Zeichen dafür, dass Mgr. Alexandre Ineichen sein Amt übernommen hat und von der Kirche als Abt anerkannt ist. Nach der Wahl durch das Abteikapitel, der Bestätigung durch den Heiligen Stuhl und der Amtsübernahme am 2. Januar dieses Jahres bildet die Abtbenediktion den Abschluss des Ernennungsprozesses für den Nachfolger von Mgr. Jean Scarcella.

Gemäss kirchlicher Tradition wird die Abtbenediktion in Gegenwart mehrerer Bischöfe gefeiert. Dies unterstreicht die Verbundenheit der Territorialabtei Saint-Maurice mit den benachbarten Diözesen sowie ihre volle Gemeinschaft mit der Weltkirche. Aus diesem Grund wird die Benediktion von Mgr. Martin Krebs, Apostolischer Nuntius und Vertreter des Papstes in der Schweiz, geleitet. Mgr. Charles Morerod, Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg und Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, sowie Mgr. Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten, werden konzelebrieren.

Anerkennung der Opfer und kultureller Wandel

Mgr. Alexandre Ineichen und der Abteirat setzen einen kulturellen Wandel in Gang, der darauf abzielt, die Opfer in vollem Umfang anzuerkennen und Haltungen zu fördern, die helfen, Situationen zu erkennen und zu verhindern, die zu jeglicher Form von Missbrauch führen können.

Die Umsetzung dieses Wandels ist eine zentrale Priorität des neuen Abtes. Deshalb wird den Opfern an diesem Tag besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Mgr. Ineichen präzisiert seinen Ansatz:
«Die Anerkennung der Opfer und ihres Leidens ist ein wesentlicher Schritt in unserem kulturellen Wandel. Eine echte Umkehr kann nur gelingen, wenn wir zuerst den Missbrauch anerkennen und uns dieser schmerzhaften Wunde unserer Vergangenheit stellen. Darum werden die Opfer in der ersten liturgischen Feier, die ich nach der Abtbenediktion leite, geehrt. Meine Gebete gelten zuallererst ihnen.»