Gebetstag für Betroffene sexuellen Missbrauchs

Der verstorbene Papst Franziskus hatte wiederholt dazu aufgerufen, die Betroffenen sexuellen Missbrauchs nicht zu vergessen und ihnen in Gebet, Solidarität und konkreter Unterstützung beizustehen. In diesem Geist haben die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz beschlossen, in der Schweiz jährlich einen Gebetstag für Betroffene sexuellen Missbrauchs zu begehen. Dieser wird am 18. November stattfinden, dem Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch.

Der Gebetstag soll Raum schaffen für das Gedenken an die Betroffenen sexuellen Missbrauchs, für das Gebet um Heilung und Stärkung sowie für die Erneuerung der gemeinsamen Verantwortung, Kinder, Jugendliche und schutzbedürftige Menschen vor jeder Form von Missbrauch zu schützen.

Für die Gestaltung der Gottesdienste stellt die Schweizer Bischofskonferenz Gebets- und Fürbitttexte zur Verfügung. Diese Hilfsmittel sollen die Pfarreien und kirchlichen Gemeinschaften dabei unterstützen, das Anliegen des Tages in angemessener und sensibler Weise in ihre liturgischen Feiern aufzunehmen. Dabei sind die jeweiligen pastoralen Gegebenheiten und die konkrete Situation vor Ort zu berücksichtigen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Betroffenen und ihren Angehörigen. Die Thematisierung sexuellen Missbrauchs erfordert Achtsamkeit und Respekt, insbesondere dort, wo Missbrauchsfälle bekannt geworden sind oder Betroffene an den Gottesdiensten teilnehmen. Der Gebetstag versteht sich als Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen und als Ausdruck des Willens der Kirche, Verantwortung wahrzunehmen und sich weiterhin für Prävention, Schutz und Aufarbeitung einzusetzen.

Die Schweizer Bischofskonferenz empfiehlt den Pfarreien und kirchlichen Gemeinschaften, die bereitgestellten Texte in den Gottesdiensten vom 18. November 2026 zu verwenden.

Aufruf und Fürbitten Gebet Gedanken zum Vaterunser