40% der Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz haben einen Migrationshintergrund. Doch hinter diesen Zahlen stehen persönliche Lebensgeschichten. Welche Erfahrungen, Herausforderungen und Hoffnungen prägen ihren Alltag?
In dieser Folge von Lumen öffnet die Familie Johnson, tamilischer Herkunft, die Türen ihres Zuhauses. Sie gibt Einblick darin, wie der katholische Glaube zugleich die Verbundenheit mit dem Herkunftsland bewahrt und auf dem Weg der Integration in einem zunächst fremden Land Orientierung und Halt schenkt, bis dieses zur Heimat wird.
„Man fühlt sich nirgendwo wirklich zu Hause. In Sri Lanka werde ich immer noch als Ausländerin betrachtet. Hier werde ich als Ausländerin abgestempelt. Dabei habe ich den Schweizer Pass. Ich lebe hier. Man befindet sich zwischen zwei Welten, und es ist schön, in seinem Glauben nicht allein zu sein“, erzählt Eyarin, eine der beiden in der Schweiz geborenen Töchter der Familie Johnson.
Auch Isabel Vasquez, Nationaldirektorin von migratio, hebt die Bedeutung des Glaubens für die Migrationserfahrung sowie die wichtige Rolle der Missionen in der Schweiz hervor: „Die Verbindung zu Gott und zum Glauben ist auch eine Ressource, die oft hilft, im Kontext der Migration zu überleben. Auch zwischen der Pfarrei und der Mission besteht eine Brücke der Integration, und seitens der Aufnahmegesellschaft, in diesem Fall der Schweiz, stellt dies unter anderem eine Anerkennung der anderen Traditionen und der Vielfalt dar, die die Mission mit sich bringt.“
Letztlich sind es nicht Herkunft oder Unterschiede, die im Vordergrund stehen, sondern das, was verbindet: die gemeinsame Identität als Getaufte und Jüngerinnen und Jünger Jesu.
Lumen
Entdecken Sie Lumen, eine Serie, die das vielfältige Engagement der katholischen Kirche in der Schweizer Gesellschaft beleuchtet. In dieser zweiten, eindringlichen Staffel widmen wir uns den Frauen und Männern, die die Kirche lebendig machen. Dank ihres Engagements und ihrer Fachkompetenz leisten sie den Gläubigen sowie allen Menschen, die auf der Suche nach Sinn oder Trost sind, unverzichtbare Unterstützung.
Durch authentische Gespräche zeigt die Serie die Strukturen, die die Seelsorge tragen und leiten. So entsteht ein Blick, der zugleich umfassend und konkret ist, und die Realität der Kirche von heute greifbar macht.
Um die Vielfalt unseres Landes widerzuspiegeln, wird jedes Video in der Originalsprache der Gesprächspartner (Deutsch, Französisch oder Italienisch) produziert und verfügt über Untertitel in diesen drei Sprachen.
Dienststelle migratio und Kommission Migration
Die Dienststelle migratio ist für den Themenbereich „Seelsorge für Migrantinnen und Migranten sowie Menschen unterwegsʺ zuständig. Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Koordination und Begleitung der anderssprachigen Seelsorgenden. Dabei steht sie in engem Kontakt mit dem für Migration verantwortlichen Mitglied der SBK, sowie der Kommission Migration, dem Beratungsorgan der SBK im Bereich der Migrationspastoral. In Auftrag der SBK befasst sich die Kommission mit Grundsatzfragen der Seelsorge an katholischen Migrantinnen und Migranten, der interkulturellen Pastoral, der Begleitung von Flüchtlingen und Menschen unterwegs sowie der Entwicklung einer kulturell vielfältigen katholischen Kirche in unserem Land. Gleichzeitig bearbeitet sie konzeptionelle und strategische Fragen der interkulturellen und Migrationspastoral.
