In der Schweiz engagieren sich 2’000 Priester im Dienst ihrer Gemeinden. Doch wie sieht ihr Alltag jenseits ihres Amtes aus und in einer Gesellschaft im Umbruch?
Um diese Frage zu beantworten, begleitet Lumen den Alltag von PfarrerValentin Roduit in Monthey (VS). Zwischen Momenten stillen Gebets und dem Adrenalin des Sports, zwischen aufmerksamem Zuhören und der Geselligkeit bei Begegnungen, zwischen Seelsorge und der Koordination mit Kollegen: Kein Tag gleicht dem anderen. Jeder Tag bringt neue, ganz konkrete Herausforderungen mit sich. Die grösste Herausforderung besteht darin, «eine Brücke zu schlagen»: Denn die priesterliche Berufung steht in Beziehung zu anderen Berufungen, die die christliche Gemeinschaft prägen und lebendig machen.
Vielfalt ist zweifellos das Hauptmerkmal dieses Dienstes, der «eine Art und Weise, die Taufe zu leben» bleibt, wie Domherr Pierre‑Yves Maillard, Generalvikar der Diözese Sitten, betont. Verschiedene Berufungen, eine gemeinsame Mission: Christus aufzunehmen und die Frohe Botschaft weiterzugeben – jede und jeder gemäss der eigenen Berufung.
Lumen
Entdecken Sie Lumen, eine Serie, die das vielfältige Engagement der katholischen Kirche in der Schweizer Gesellschaft beleuchtet. In dieser zweiten, eindringlichen Staffel widmen wir uns den Frauen und Männern, die die Kirche lebendig machen. Dank ihres Engagements und ihrer Fachkompetenz leisten sie den Gläubigen sowie allen Menschen, die auf der Suche nach Sinn oder Trost sind, unverzichtbare Unterstützung.
Durch authentische Gespräche zeigt die Serie die Strukturen, die die Seelsorge tragen und leiten. So entsteht ein Blick, der zugleich umfassend und konkret ist, und die Realität der Kirche von heute greifbar macht.
Um die Vielfalt unseres Landes widerzuspiegeln, wird jedes Video in der Originalsprache der Gesprächspartner (Deutsch, Französisch oder Italienisch) produziert und verfügt über Untertitel in diesen drei Sprachen.
Priesterausbildung
Die Priesterausbildung wird von jeder Bischofskonferenz auf der Grundlage der vom Apostolischen Stuhl vorgegebenen Richtlinien (Ratio Generalis) und unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Gegebenheiten (Ratio Nationalis) geregelt. In unserem Land ist der entsprechende Ausbildungsweg sprachregional bedingt. Für die Deutschschweiz ist die Deutschschweizerische Ordinarienkonferenz (DOK) zuständig. Dieses Gremium der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) ist für Fragen im Zusammenhang mit dem Leben der katholischen Kirche im deutschsprachigen Teil des Landes verantwortlich und fördert die Koordination der verschiedenen pastoralen Aufgaben sowie der interdiözesanen Projekte. Als Fachstelle arbeitet Chance Kirchenberufe mit der DOK zusammen. Dessen Ziel ist es, die Berufungsfindung zu begleiten und die vielfältigen Berufe in der katholischen Kirche zu fördern. Andererseits entwickelt der Bildungsrat für die DOK, auf der Grundlage theologischer und strategischer Reflexion, Zukunftsperspektiven für die kirchliche berufsbezogene Bildung, welche dem pastoralen und gesellschaftlichen Wandel Rechnung tragen.
