Aufruf der Schweizer Bischöfe und Territorialäbte: Karwochenkollekte 2025 – Pilgernde der Hoffnung
Liebe Schwestern und Brüder
In seiner Bulle zum Heiligen Jahr 2025 mit dem Titel «Die Hoffnung enttäuscht nicht» ruft uns Papst Franziskus auf, Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung zu sein. Die christliche Hoffnung gründet sich auf den Glauben und wird von der Liebe genährt. Sie ermöglicht es, im Leben weiterzugehen.
Papst Franziskus erinnert daran, dass ein für alle Christinnen und Christen sehr bedeutsames Jubiläum in das Heilige Jahr fällt. Vor 1700 Jahren fand in Nizäa das erste grosse ökumenische Konzil statt. Rund dreihundert Bischöfe versammelten sich am 20. Mai 325 in Nizäa im kaiserlichen Palast, von Kaiser Konstantin zusammengerufen. Nach zahlreichen Debatten erkannten sie sich mit der Gnade des Heiligen Geistes alle in dem Glaubensbekenntnis wieder, das wir heute noch in der sonntäglichen Eucharistiefeier ablegen.
Beim Konzil von Nizäa ging es auch um den Termin des Osterfestes. Heute gibt es wieder unterschiedliche Positionen, die verhindern, dass das glaubensbegründende Ereignis an ein und demselben Tag gefeiert wird. Ostern fällt im 2025 für alle christlichen Glaubensgemeinschaften hingegen auf den gleichen Tag. Möge dies ein Aufruf an alle Christen in Ost und West sein, einen entscheidenden Schritt hin zu einem gemeinsamen Osterdatum zu machen!
Die christliche Hoffnung leben die Christinnen und Christen in den Ursprungsländern unseres Glaubens in besonderer Weise. Kriege, Ungerechtigkeiten und die wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten scheinen unüberwindbar. In diesen schwierigen Umständen halten sie an der Hoffnung fest.
Der Schweizerische Heiligland-Verein und die Franziskanerkustodie im Heiligen Land laden Sie erneut dazu ein, unsere Glaubensgeschwister durch Gebet und Spenden zu unterstützen. Und wenn Sie zu den christlichen Stätten im Heiligen Land pilgern können, unterstützen Sie sie in besonderer Weise, denn viele verdienen damit ihren Lebensunterhalt.
Wir sind im Glauben mit unseren Schwestern und Brüdern im Nahen Osten – und auf der ganzen Welt – als Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung unterwegs. Sie danken uns für unsere Verbundenheit und Unterstützung. Möge Gott diese leidgeprüfte Region des Nahen Ostens segnen und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern neue Hoffnung und die lang ersehnte Versöhnung bringen.
Freiburg, im März 2025
Die Schweizer Bischöfe und Territorialäbte
