Communiqué 216. Sitzung der DOK

Die DOK traf sich am 12. Mai 2026 zu ihrer zweiten Sitzung in diesem Jahr. Ein Schwerpunkt waren Themen aus dem Bereich der Liturgie. Die Erprobung des neuen Messbuches in deutscher Sprache findet im gesamten deutschsprachigen Raum statt. Das Vorgehen für die Deutschschweiz wurde besprochen; dankenswerterweise wird dabei auf eine Koordinationsfunktion des Liturgischen Institutes abgestützt werden können.

Das Jubilate-Projekt, welches neue Medien für den Kirchengesang mit Print (Buch), Web und App entwickelt, erstattet der DOK regelmässig Bericht über den Fortgang und die nächsten Planungsschritte. Diese können zudem im Newsletter (über jubilate.ch) mitverfolgt werden. Dazu begrüsste die DOK die Projektleiterin Sandra Rupp Fischer und Prof. Dr. Birgit Jeggle-Merz. Rupp Fischer zeigte in einer zusammenfassenden Schau, wie die vielfältigen Gruppen an spezifischen Themen arbeiten und die Entscheidungs- und Projektschritte, welche daraus im letzten Jahr erreicht werden konnten. Eindrücklich ist, wie seit Beginn des Jubilate-Projektes eine grosse und breite Partizipation erreicht werden kann. Abt Urban Federer lobte das Projekt denn auch als Beispiel für gelebte Synodalität. Schwerpunkt in dieser Sitzung, waren Gottesdienstformulare, über die Jeggle-Merz und Rupp Fischer mit den DOK-Mitgliedern in Diskussion kamen. Die DOK ist vom Projekt überzeugt und freut sich über dessen Fortgang. Die DOK setzt voraus, dass das Gesangbuch Jubilate innerhalb eines Jahres nach Erscheinen im Advent 2028 von den Kirchgemeinden für alle Kirchen und Räumlichkeiten, in denen in deutscher Sprache Gottesdienste gefeiert werden, angeschafft wird und bittet um entsprechende Budgetierung.  

Zudem beschäftigen die DOK mehrere Themen aus dem Bildungsbereich. Der Kurs «Gemeinde leiten» wird weiterentwickelt und enthält neu die Option, einen CAS-Abschluss zu erreichen.

Zeitlich drängend ist die Frage nach der Zukunft des Studienganges Religionspädagogik, der ab 2027 nicht mehr am Religionspädagogischen Institut (RPI), sondern andernorts angesiedelt sein wird. Die DOK beriet über Vorschläge, die nach einem runden Tisch aus einer von Prof. Margrit Wasmaier-Sailer, Dekanin der Theologischen Fakultät der Universität Luzern und Bischof Felix Gmür gemeinsam eingesetzten Arbeitsgruppe eingereicht worden waren. Die Arbeitsgruppe hat Sondierungsgespräche mit möglichen neuen Trägerschaften geführt und alternative Bildungsszenarien evaluiert. Die DOK gab aus ihrer Beratung nun ihrerseits einen in drei Schritte priorisierten Auftrag an den Bildungsrat der katholischen Kirche in der Deutschschweiz, um im August zu konkreteren Grundlagen für die weitere Beratung zur Realisierbarkeit und Durchführung zu gelangen. Der DOK ist es ein Anliegen, dass die Ausbildung, wie sie bisher am RPI absolviert werden konnte, auch zukünftig angeboten werden kann. Bereits am RPI immatrikulierten Studierenden können ihre Studien wie geplant am RPI in Luzern abschliessen.

Die Geschäftsführerin der DOK, Monika Bieri, wird ihr Mandat für die DOK per Ende Juli nach bald 10 Jahren in dieser Funktion abgeben, um für andere Aufgaben Raum zu schaffen. Eine Nachfolge wird noch bestimmt. Die DOK verdankt ihre Arbeit herzlich.