Isabel Vasquez, Nationaldirektorin der Dienststelle migratio der Schweizer Bischofskonferenz, war am 24. August in Seewis-Pardisla (GR) bei einem ganz besonderen Ereignis anwesend, das von Solidarität und Zuhören geprägt war. Es handelte sich um einen Gottesdienst mit anschliessendem Austausch zwischen Bundesrat Beat Jans, dem Pfarreileiter Lars Gschwend und abgewiesenen Asylsuchenden.
Durch die Präsenz von migratio konnte unsere Kirche ihre Sorge und ihr Interesse an den Nöten der Migrantinnen und Migranten zum Ausdruck bringen.
Von kath.ch befragt, erklärt Isabel Vasquez: „Ich finde es sehr schön, dass eine katholische Pfarrei einen solchen Gottesdienst organisiert, an dem auch die Flüchtlinge partizipativ dabei können. Es ist auch ein grosses Zeichen von Offenheit, dass Bundesrat Beat Jans hierherkommt und klare Worte spricht. Ich verstehe, dass es für ihn schwierig ist, gewisse Fragen zu beantworten. Etwa ob er dafür sorgen wird, dass manche negativen Asylentscheide nochmals überprüft werden. Da bei ihm Kopf und Herz ineinander arbeiten, kann es gut sein, dass er sich in einer Sitzung dafür einsetzen wird. Der heutige Anlass hat sichtbar gemacht, welches Potential die Kirche hat. Sie liefert nicht nur Skandale, sie ist auch ein Ort der Solidarität. In der Kirche hat es Menschen, die sich von Herzen dafür engagieren, dass die christlichen Werte gelebt werden. Diese gute Seite der Kirche zu erleben, freut mich sehr.“
