Am 25. September feiern wir in der Schweiz den heiligen Nikolaus von Flüe, den Schutzpatron der Schweiz, aber auch der Schweizer Bischofskonferenz.
Er wurde 1417 in Flüeli in einer Bauernfamilie geboren und war immer sehr fromm. Er war Magistrat und Soldat, Ehemann und Vater von zehn Kindern. Trotz seiner mystischen Berufung in jungen Jahren zögerte er nicht, seinem Land und seiner Familie zu dienen, bis er sich im Alter von 50 Jahren und mit dem Einverständnis seiner Verwandten in den Ranft zurückzog. 20 Jahre lang, bis zu seinem Tod im Jahr 1487, blieb er dort, lebte in einer einfachen Zelle und war zu Einsamkeit und Armut berufen, obwohl er nicht weit von seiner Familie und seinen Landsleuten entfernt war.
Doch Gottes Plan für ihn endet nicht mit der Berufung zum Leben als Einsiedler, der sich ausschließlich von der Eucharistie ernährt. Obwohl er Analphabet war, wurde der heilige Nikolaus zum Berater und Schiedsrichter, der in verschiedenen heiklen Situationen sogar von den Behörden zu Rate gezogen wurde, und das zu einer Zeit, in der die Konflikte in ganz Europa besonders intensiv waren. Auf diese Weise vermittelte er seine Botschaft als Friedensstifter gemäß dem Evangelium. Er strebte nach Einfachheit und Armut, doch seine Zeitgenossen erkannten in ihm einen Führer, der auf geheimnisvolle Weise vom Heiligen Geist inspiriert wurde.
In der Tat spielte er 1481 eine wesentliche Rolle insbesondere für die Einheit der Eidgenossenschaft und wurde sogar von den Mächtigen außerhalb der Schweiz um Hilfe gebeten. So trug er nicht nur zum Frieden in seinem Heimatland, sondern auch in den benachbarten Gebieten bei.
Er wurde 1947 von Pius XII. heiliggesprochen. Er hatte eine tiefe und innige Verbindung zum Herrn, wie das Gebet bezeugt, das er täglich in der Einsiedelei betete, ein Zeichen für seinen Weg der Selbstverleugnung und der völligen Hingabe an Gott:
„Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir.
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu Dir.
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir.“
