Verklärung des Herrn

Das Fest der Verklärung des Herrn, in der Ostkirche bereits seit den ersten Jahrhunderten gefeiert, wurde 1457 von Papst Calixt III. auf die gesamte lateinische Kirche ausgeweitet.

Die drei synoptischen Evangelien (Mt 17,1–9; Mk 9,2–10; Lk 9,28–36) erinnern an das Ereignis: Auf dem Berg Tabor, vor den Augen von Petrus, Jakobus und Johannes, erstrahlt das Antlitz Christi. Mose und Elija sprechen mit ihm und die Stimme des Vaters ist zu hören.

Das Tagesgebet der Messe fasst die Dimensionen des gefeierten Geheimnisses zusammen:

„Allmächtiger Gott, bei der Verklärung deines eingeborenen Sohnes hast du durch das Zeugnis der Väter die Geheimnisse unseres Glaubens bekräftigt. Du hast uns gezeigt, was wir erhoffen dürfen, wenn unsere Annahme an Kindes statt sich einmal vollendet. Hilf uns, auf das Wort deines Sohnes zu hören, damit wir Anteil erhalten an seiner Herrlichkeit.“

Das Gesetz und die Propheten, verkörpert durch Mose und Elija, erhellen den österlichen Weg Christi: Die Verklärung geht der Ankündigung des Leidens voraus und lässt die Herrlichkeit der Auferstehung erahnen. Indem die Kirche dieses Fest feiert, betet sie für die Getauften um die Gnade, auf den geliebten Sohn zu hören und schon jetzt diese „Kindschaft“ anzunehmen, die sie in der Taufe empfangen haben und die zur Vollendung in Gott berufen ist.

Übersetzt aus dem Text von Fr. Jean Bosco Devaux, Centre Romand de Pastorale Liturgique