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SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | Mediencommuniqué | 05.12.2014

Abschluss des Besuchs „ad limina apostolorum“ in Rom

Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) haben am Freitag den periodisch stattfindenden Ad-Limina-Besuch in Rom abgeschlossen. Die Wallfahrt zu den Apostel-Gräbern in Rom und das Zusammentreffen mit Papst Franziskus und seinen Mitarbeitern standen im Zentrum der Reise, die vom 1. bis 5. Dezember 2014 stattfand. Letztmals fand der Besuch „ad limina apostolorum“ der Schweizer Bischöfe 2005/2006 statt.

Die spirituelle Bedeutung Roms ist unerreicht durch das bis heute fortdauernde Wirken der beiden Apostel Petrus und Paulus, an deren Gräbern die Schweizer Bischöfe je eine Heilige Messe feierten. Gleich am ersten Tag wurden sie vom Nachfolger des Heiligen Petrus, Papst Franziskus, empfangen. Die Begegnung fand ohne grosses Zeremoniell statt und liess viel Raum für das Gespräch zwischen dem Heiligen Vater und den Schweizer Mitbrüdern im Bischofsamt.

Zwei Stunden standen dafür zur Verfügung, eine Zeit, die intensiv genutzt wurde. Die Mitglieder der SBK trugen ihre Anliegen und Sorgen vor, der Heilige Vater antwortete aus der Perspektive seines hohen Amtes. Viele der behandelten Fragen berührten theologische und spirituelle Grundlagen der bischöflichen Aufgaben. Die wichtigsten der angesprochenen Themen finden sich in den veröffentlichten Ansprachen von Papst Franziskus und des Präsidenten der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof Markus Büchel.

Besonders würdigte der Heilige Vater die notwendige Zusammenarbeit von Priestern und Laien. Er ermutigte die Bischöfe, das Engagement der Laien für die Kirche zu unterstützen und zu fördern; jedoch den Unterschiedz wischen dem gemeinsamen Priestertum der Gläubigen und dem Priestertum des Dienstes zu wahren.

Ein ermutigendes Wort äusserte der Papst auch über die Ökumene. Er betonte, dass sie nicht nur zur Einheit der Kirche, sondern auch zur Einheit der Menschheitsfamilie beiträgt (vgl. Evangelii gaudium,245). So nötig und wichtig die ökumenischen Bestrebungen seien, sie dürften jedoch nicht dazu veranlassen, zum Beispiel im Falle des eucharistischen Glaubens, „die Unterschiede auf Kosten der Wahrheit wegzuretuschieren“.

Auch das Verhältnis zwischen Kirche und Staat und die kantonalen staatskirchenrechtlichen Körperschaften lobte Papst Franziskus ausdrücklich. Aber auch in diesem Fall mahnte er zur notwendigen Unterscheidung: Es sei wichtig, den Unterschied der Funktionen zwischen den Körperschaften und den Strukturen der katholischen Kirche zu bewahren.

Ein grosser Teil des Ad-limina-Besuchs war den Gesprächen mit den Vorstehern zahlreicher päpstlicher Behörden (Staatssekretariat, Kongregationen, Räte) gewidmet. Auch hier wurden Fragen erörtert, welche die Kirche in der Schweiz besonders betreffen. Die Begegnungen haben das gegenseitige Verständnis gestärkt und helfen dabei, Herausforderungen und Schwierigkeiten besser zu bewältigen.

Nur wenige der derzeitigen Mitglieder der Bischofskonferenz nahmen am letzten Ad-limina-Besuch der SBK 2005/2006 teil. Durch die Ernennung neuer Mitglieder änderte sich die Zusammensetzung der Bischofskonferenz in den vergangenen Jahren stark. Das amtsälteste Mitglied, Weihbischof Martin Gächter, wird die SBK per Ende Jahr in den Ruhestand verlassen.

Rom, 5. Dezember 2014

Walter Müller
Informationsbeauftragter der
Schweizer Bischofskonferenz