SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 08.09.2017

Versammlung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) in St. Niklausen


SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 06.09.2017

5. Dialogrunde zwischen der Organisation für Islamische Kultur und Beziehungen und der Kommission für den Dialog mit Muslimen der Schweizer Bischofskonferenz vom 26. 31. August 2017 in Iran


Justitia et Pax | 01.09.2017

Die Schweizerische Nationalkommission Justitia et Pax begründet ihr JA zur Reform der Altersvorsorge 2020 aus sozialethischer Sicht


SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 31.07.2017

Videobotschaft zum 1. August als Auftakt zur Wallfahrt in den Flüeli Ranft


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Justitia et Pax | Mediencommuniqué | 03.11.2006

Pressemitteilung von Justitia et Pax zur Abstimmung am 26. November 2006 – Bundesgesetz über die Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas.

Ja zu einem solidarischen Europa – Ja zum Schweizer Beitrag („Kohäsionsmilliarde“) für ein stabiles, freiheitliches und gerechtes Europa

Die Kommission Justitia et Pax der Schweizer Bischofskonferenz unterstützt das Bundesgesetz über die Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas. Dieses Gesetz unterstreicht die Solidarität der Schweiz mit den Transformationsländern im Osten und ist ein Beitrag zu Frieden, Gerechtigkeit und Stabilität in Europa.

Das Osthilfegesetz erlaubt es einerseits, weiterhin Länder Osteuropas und Zentralasiens zu unterstützen. Dieser Aspekt wird auch von den Gegnern dieses Gesetzes nicht in Frage gestellt. Andererseits ist es die Rechtsgrundlage für die Finanzierung von Projekten in den neuen EU-Mitgliedsstaaten im Umfang von jährlich 100 Mio. Franken über 10 Jahre hinweg („Kohäsionsmilliarde“). Damit wird das Gefälle zwischen Arm und Reich innerhalb der EU verringert. Diesen sozialen Ausgleich verstehen wir als ein Gebot der Fairness und der Gerechtigkeit, was letztlich auch dem wirtschaftlichen und (sicherheits-)politischen Interesse der Schweiz dient.

Justitia et Pax plädiert für ein Ja zu diesem Gesetz bei der Abstimmung am 26. November 2006 aus mehreren Gründen:

· Wie schon das Ja zur Personenfreizügigkeit versteht Justitia et Pax auch diesen Schweizer Beitrag als wichtigen Schritt, um Frieden, Stabilität und Gerechtigkeit in Europa und darüber hinaus zu fördern. In der Charta Oecumenica, einem Grundsatzdokument der Kirchen Europas, haben sie sich zur Förderung der Einigung des europäischen Kontinents bekannt.

· Die „Kohäsionsmilliarde“ fliesst weder in einen EU-Topf in Brüssel noch in den Kohäsionsfonds der EU. Ganz im Gegenteil verfügt die Schweiz über ihren Beitrag nach eigenem Ermessen in den Bereichen Demokratie, Ausbildung, Infrastruktur und Umwelt. Dieser Beitrag fördert den Aufbau eines menschen- und umweltfreundlichen Europas.

· Letztlich wird das Parlament über die Finanzierung dieses Beitrags entscheiden, sie soll jedoch budgetneutral erfolgen. Einsparungen werden bei der traditionellen Osthilfe (v.a. Russland, Rumänien und Bulgarien) vorgenommen. Dies ist unseres Erachtens vertretbar. Wichtig ist uns jedoch, dass die verstärkte Solidarität mit den Ländern Osteuropas nicht zu Lasten der traditionellen Entwicklungshilfe geht. Dies scheint durch die Zusagen der Ja-Parteien gewährleistet.

· Dieser Betrag rechtfertigt sich für die Schweiz mit den wirtschaftlichen Vorteilen aus den Bilateralen II und dient gleichzeitig zu deren Absicherung, ganz im Sinne eines Gebens und Nehmens.

Aus diesen Gründen empfehlen wir das Gesetz über die Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas ohne Einschränkung zur Annahme.

Auskunft:
Wolfgang Bürgstein
031 382 01 29 / 078 824 44 18
wolfgang.buergsteinjuspax.ch

Die Schweizerische Nationalkommission Justitia et Pax ist ein beratendes Gremium der Schweizer Bischofskonferenz in sozial- und wirtschaftsethischen Fragen.

Kontakt:
Schweizerische Nationalkommission
Justitia et Pax
Effingerstrasse 11, PF 6872
3001 Bern
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