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SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | Mediencommuniqué | 09.01.2008

Schweizer Kirche in Zahlen

Kirchenstatistik zeigt Entwicklungen in den grossen Schweizer Landeskirchen auf

Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) veröffentlicht in diesen Tagen kommentierte statistische Daten unter dem Titel: „Katholische Kirche in der Schweiz. Zahlen – Fakten – Entwicklungen 1996-2005“ Das Datenmaterial dient der perspektivischen Planung heutiger und künftiger Seelsorgeaufgaben und ist ein Instrument, um die Situation der Kirche in der heutigen Gesellschaft zu beurteilen.

Das SPI mit Sitz in St. Gallen ist ein wissenschaftliches Forschungsinstitut, das von der katholischen Kirche in der Schweiz getragen wird. Es untersucht den sozialen, kulturellen und religiösen Wandel in der heutigen Gesellschaft und sammelt systematisch religions- und kirchenstatistisches Datenmaterial. Die Ergebnisse dieser Forschung dienen als Grundlage für die Entwicklung und Beratung der pastoralen (seelsorgerlichen) Aufgaben in der Schweizer Kirche.

Untersucht wurde für die Kirchenstatistik der Zeitraum von 1996 bis 2005, zum Teil gibt es zur besseren Vergleichbarkeit Erhebungen über längere Zeiträume. In welchem Kanton leben die meisten Katholikinnen und Katholiken? Wieviele treten in die Kirche ein oder aus? Wie verändert sich die religiöse/konfessionelle Zugehörigkeit der Menschen in den grossen Schweizer Städten? Ist der Priestermangel tatsächlich so dramatisch, wie steht es um die Ordensgemeinschaften und das kirchliche Personal im Allgemeinen? Das SPI hat seit 1984 regelmässig Daten zur personellen Situation in der katholischen Kirche veröffentlicht. Erstmals werden nun auch Vergleichsdaten der reformierten Kirchen (Religionszugehörigkeit, Kirchenein- und –austritte, Taufen, Trauungen) einbezogen. Zudem stellt die SPI-Publikation über die zwei grössten christlichen Konfessionen hinaus die Religionszugehörigkeit der Schweizer Bevölkerung dar. Hauptquelle ist dafür das Bundesamt für Statistik.

Leichter Mitgliederrückgang
Erfreulich und auch erstaunlich ist, dass trotz religiöser Pluralisierung und anhaltendem Trend zur Konfessionslosigkeit die Zahl der Kirchenmitglieder bisher nur leicht zurückgegangen ist. Dieser Rückgang ist nur zum Teil auf Kirchenaustritte zurückzuführen, ebenso ins Gewicht fallen demographische Veränderungen. Hingegen leidet die katholische Kirche unter einem wachsenden Priestermangel. Berücksichtigt man allein die Anzahl der Mitarbeitenden in den Pfarreien, wurde der Rückgang an Priestern bisher durch die steigende Zahl von Laientheolog(inn)en und ständigen Diakone weitgehend ausgeglichen. Hingegen ist es immer schwieriger, die dem Priester vorbehaltenen Dienste zu gewährleisten, was die Diözesen dazu zwingt, Konzepte für vergrösserte Seelsorgeräume, bestehend aus mehreren Pfarreien, umzusetzen. Von einem allgemeinen Mangel an kirchlichem Personal muss zurzeit (noch) nicht gesprochen werden.

Ein Blick in die Nachbarländer zeigt, dass in Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich trotz zum Teil unterschiedlicher historischer und kultureller Ausgangslage die Entwicklungen ähnlich verlaufen.

Die Kirchenstatistik wurde verfasst von Roger Husistein, wissenschaftlicher Mitarbeiter SPI, die Gesamtverantwortung liegt bei Dr. Judith Könemann, Institutsleiterin SPI.
 

Katholische Kirche in der Schweiz. Zahlen – Fakten – Entwicklungen 1996 – 2005, 120 Seiten, 4-fbg. Graphiken, Preis: 30 Franken. Die Kirchenstatistik ist erhältlich beim Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut SPI, Gallusstrasse 24, Postfach 1926, 9001 St. Gallen, E-Mail spistgallen.ch, Website: www.spi-stgallen.ch  

Hinweis für die Redaktionen: Dr. Judith Könemann, Leiterin des SPI steht am Dienstag, 8. Januar, zwischen 8 Uhr und 14 Uhr und von 15 Uhr bis 17.30 Uhr für Rückfragen zur Verfügung.

Die Publikation der Kirchenstatistik ist ab dem 09. Januar 2008 auf der Website des SPI ( www.spi-stgallen.ch) einsehbar. Individuelle Anfragen nach einzelnen Statistiken können auf Anfrage gerne berücksichtigt werden.