16.03.2017

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SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 09.03.2017

Migrantenseelsorge auf dem Prüfstand


14.02.2017

Expertengruppe der Schweizer Bischofskonferenz studiert das "Modell Benin"




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Vorbereitung des Besuchs „ad limina apostolorum“

SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | Mediencommuniqué | 27.11.2014

Vorbereitung des Besuchs „ad limina apostolorum“

Die SBK hat sich vom 24. bis 26. November 2014 im Centre Saint-François in Delsberg JU zur 306. ordentlichen Versammlung getroffen.

 Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz  (SBK) werden sich vom 1. bis 5. Dezember 2014 nach Rom begeben, wo sie mit Papst Franziskus und seinen Mitarbeitern zusammentreffen. An der Versammlung in Delsberg trafen sie die letzten Vorbereitungen für den Besuch „ad limina apostolorum“.

Dieser beginnt am Montag, 1. Dezember, mit einer Heiligen Messe der Bischöfe am Grab des Apostels Petrus. Danach sieht das Besuchsprogramm nicht nur eine Audienz bei Papst Franziskus vor, sondern auch zahlreiche Begegnungen mit den Vorstehern der verschiedenen Dikasterien der römischen Kurie. Gottesdienste werden auf dieser Pilgerreise zudem am Grab des Apostels Paulus in der Basilika St. Paul vor den Mauern, in der Lateran-Basilika und in der Basilika von Santa Maria Maggiore gefeiert.

Die Begegnungen dienen dem besseren gegenseitigen Verständnis und festigen das Band der Einheit. Die Mitglieder der SBK werden in 21 Kongregationen und päpstlichen Räten Gespräche führen. Letztmals fand der periodisch durchgeführte Ad-limina-Besuch der Schweizer Bischöfe 2005/2006 statt.

Die falsche Entscheidung

Die Schweizer Bischöfe warnen davor, den Schutz des menschlichen Lebens aufzuweichen. Mit der Bereinigung der Differenzen zum Ständerat machte der Nationalrat zu Anfang dieser Woche die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) bereit für die Volksabstimmung. Während die entsprechende Änderung der Bundesverfassung obligatorisch dem Schweizer Volk zur Abstimmung vorgelegt werden muss, unterliegt die Revision des Fortpflanzungsmedizingesetzes dem fakultativen Referendum. Die Bischöfe sind überzeugt, dass mit der Zulassung der Präimplantationsdiagnostik die falsche Entscheidung getroffen würde.

Eine Gesellschaft ist dann im echten Sinn human, wenn sie sich fähig zeigt, jedem Menschen volle Würde und vollen Schutz zuzubilligen, ob stark oder schwach, ob klein oder gross, ob krank oder gesund. Gestützt auf dieses humane und evangeliumsgemässe Prinzip wird die katholische Kirche es immer ablehnen, das Sortieren, Selektionieren und Eliminieren menschlicher Wesen als Fortschritt zu betrachten. Sie tritt im Gegenteil dafür ein, technische Lösungen zu fördern, welche das ganze menschliche Leben respektieren.

Wenn man heute die Geburt von Menschen mit Behinderungen mit allen Mitteln verhindern will, sehen sich die heute lebenden Behinderten in ihrer Würde in Frage gestellt. Es geht den Bischöfen darum, jene Kräfte zu unterstützen, die sich für die Bewahrung und Stärkung einer Kultur des Lebens einsetzen, die der Würde des Menschen entspricht.

Austausch über die Bischofssynode

Der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof Markus Büchel, hat an der ausserordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode teilgenommen, die vom 5. bis 19. Oktober stattfand. Sie stand unter dem Generalthema "Die pastoralen Herausforderungen im Hinblick auf die Familie im Kontext der Evangelisierung".

Bischof Markus Büchel berichtete den Mitgliedern der SBK über den Verlauf der Synode. Als Ergebnisse publiziert sind namentlich die Botschaft der Synode, die „Relatio Synodi“ und die Schlussansprache von Papst Franziskus, welche die Grundlage bilden zur Vorbereitung der im Oktober 2015 stattfindenden ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode.

Die Mitglieder der SBK tauschten sich über die abgeschlossene und die kommende Bischofssynode aus. Ziel muss es ihrer Überzeugung gemäss sein, die von den Synodenvätern „vorgeschlagenen Ideen bis zur kommenden Synode in einer wirklichen geistlichen Unterscheidung reifen zu lassen“, wie es Papst Franziskus in seiner Ansprache zum Schluss der Synode formulierte.

Schockierende Not in Nordirak

Roberto Simona, Research Manager für Islam und christliche Minderheiten des Hilfswerks Kirche in Not, Mitglied der Arbeitsgruppe „Islam“ der SBK, hat der Versammlung der SBK von seiner Reise im Oktober in den Nordirak berichtet. Im Zentrum seines Vortrags stand die schockierende Not der christlichen und anderen Minderheiten. Die SBK steht mit den christlichen Kirchen im Nordirak in Kontakt und sucht Mittel und Wege, bestmöglich in der schwierigen Lage zu helfen. Die Vertriebenen brauchen nicht nur dringende Nothilfe, sondern auch die Aussicht im Irak eine sichere Existenz aufbauen zu können.

Tag der Priester

Die Bischöfe und Territorialäbte laden am 9. November 2015 zu einem „Tag der Priester“ ein. Eingeladen sind die Diözesan- und Ordenspriester je nach Sprachregion nach Einsiedeln, Saint-Maurice und Lugano. Anlass des Begegnungstages ist die Inkraftsetzung des Konzilsdekrets „Über Dienst und Leben der Priester („Presbyterorum ordinis“) vor 50 Jahren. Das Einladungsschreiben an die Priester mit allen nützlichen Angaben zu Programm und Durchführung wird im Sommer 2015 versandt.

Jahr der Orden

Das von Papst Franziskus ausgerufene „Jahr des geweihten Lebens“ wird für die Schweiz am 29. November 2014 in Einsiedeln eröffnet. Aus diesem Anlass wenden sich die Bischöfe und Territorialäbte der Schweizer Bischofskonferenz mit einem Brief an die Ordensleute. Voll Dankbarkeit beschreiben sie das Ordensleben als ein wichtiges, unersetzbares, vitales Element der Kirche in der Schweiz. Der Brief kann auf der Homepage der SBK abgerufen werden (www.bischoefe.ch).

In Kürze

- Die Mitglieder der Bischofskonferenz haben sich über den Stand des Dialogs mit der Allianz „Es reicht!“ ausgetauscht. Das Präsidium der SBK und der Bischof von Chur werden den Dialog mit der Allianz gemeinsam weiterführen.

- Die SBK gratuliert der Universität Freiburg (Schweiz) zum 125-jährigen Bestehen. Die Universität Freiburg wurde als kantonale Universität für die Schweizer Katholiken gegründet und verfügt über eine theologische Fakultät. Das Hochschulopfer vom kommenden Sonntag zeigt das bleibende Engagement der katholischen Kirche für die Universität. Es ermöglicht Vorlesungen und Seminare in Ethik für die Studierenden aller Fakultäten.

Begegnungen

- Der Apostolische Nuntius in der Schweiz, Erzbischof Diego Causero, hat der Versammlung der Bischofskonferenz einen freundschaftlichen Besuch abgestattet. Er war begleitet von Mgr. Mario Codamo, Nuntiatursekretär in Bern.

Delsberg, 26. November 2014

Schweizer Bischofskonferenz

 Walter Müller, Informationsbeauftragter