SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 31.07.2017

Videobotschaft zum 1. August als Auftakt zur Wallfahrt in den Flüeli Ranft


SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 05.07.2017

Jugendsynode 2018



SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 28.06.2017

Conférence des évêques suisses CES - Fédération des Églises protestantes de Suisse FEPS - Conférence des Églises réformées de Suisse romande CER - Église catholique-chrétienne de Suisse ECS


SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | 01.06.2017

Versammlung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) in Einsiedeln


Alle Dokumente

Besuch des Diözesanzentrums Lugano

SBK-CES-CVS Schweizer Bischofskonferenz | Mediencommuniqué | 05.12.2013

Im Zeichen von „Evangelii gaudium“

Versammlung der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) in Lugano

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) hat sich vom 2. bis 4. Dezember 2013 in der Casa Santa Birgitta in Lugano zur 302. Ordentlichen Versammlung getroffen.

Die Bischöfe begrüssten zum ersten Mal in ihren Reihen zwei designierte Mitglieder der SBK: Mgr Valerio Lazzeri, der am 7. Dezember 2013 zum Bischof von Lugano und Mgr Alain de Raemy, der am 11. Januar 2014 zum Weihbischof für das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg geweiht wird. Mit der Weihe und dem Amtsantritt werden sie Mitglieder der SBK werden. Es nahmen Abschied Bischof Pier Giacomo Grampa und Abt Martin Werlen, die aus der Bischofskonferenz ausscheiden. Bischof Markus Büchel dankte ihnen im Namen der Mitglieder der SBK für die fruchtbringende und grosse Arbeit, die sie für die katholische Kirche in der Schweiz geleistet haben.

„Evangelii gaudium“

Die Versammlung der Schweizer Bischofskonferenz war besonders geprägt vom Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“, das Papst Franziskus am 24. November den Gläubigen übergeben hat. In einer Predigt an seine Mitbrüder unterstrich Bischof Pier Giacomo Grampa die programmatische Kraft des Schreibens des Papstes. Eine Sicht, die seine Mitbrüder teilen. Der Papst bekräftigt die Aufforderung zur Erneuerung der Kirche durch das Zweite Vatikanische Konzil, verstanden als die Öffnung für eine ständige Reform ihrer selbst aus Treue zu Jesus Christus.

In den Worten von Papst Franziskus: „Ohne neues Leben und echten, vom Evangelium inspirierten Geist, ohne Treue der Kirche gegenüber ihrer eigenen Berufung wird jegliche neue Struktur in kurzer Zeit verderben.“ Der Papst schreibt weiter: „Die Reform der Strukturen, die für die pastorale Neuausrichtung erforderlich ist, kann nur in diesem Sinn verstanden werden: dafür zu sorgen, dass sie alle missionarischer werden, dass die gewöhnliche Seelsorge in all ihren Bereichen expansiver und offener ist, (…) und so die positive Antwort all derer begünstigt, denen Jesus seine Freundschaft anbietet.“

Laut Papst Franziskus verlangt die Seelsorge unter missionarischem Gesichtspunkt, das bequeme pastorale Kriterium des „Es wurde immer so gemacht“ aufzugeben: „Ich lade alle ein, wagemutig und kreativ zu sein in dieser Aufgabe, die Ziele, die Strukturen, den Stil und die Evangelisierungs-Methoden der eigenen Gemeinden zu überdenken. (…) Ich rufe alle auf, grossherzig und mutig die Anregungen dieses Dokuments aufzugreifen, ohne Beschränkungen und Ängste. Wichtig ist, Alleingänge zu vermeiden, sich immer auf die Brüder und Schwestern und besonders auf die Führung der Bischöfe zu verlassen, in einer weisen und realistischen pastoralen Unterscheidung.“

Ad-Limina-Besuch in Rom

Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz begeben sich vom 20. bis 22. Februar 2014 nach Rom zum Ad-Limina-Besuch. Der Besuch der Gräber der Apostel Petrus und Paulus wird verbunden mit Gesprächen mit dem Heiligen Vater und der römischen Kurie. Inhalt der Gespräche sind pastorale, kirchliche und gesellschaftliche Fragen, welche die Bischöfe und die Kurie beschäftigen. Die Spanne der behandelten Themengebiete ist sehr weit. Kirche und Staat, Glaubenslehre, Liturgie, Selig- und Heiligsprechungsprozesse, Laien, Klerus und Bischöfe, Ökumene und Neuevangelisierung sind einige Beispiele der für die Gespräche berücksichtigten Themenbereiche.

Vorbereitungen für die Bischofssynode

Papst Franziskus ruft vom 5. bis 19. Oktober 2014 die III. ausserordentliche Versammlung der Bischofssynode zusammen. Thema der Bischofsynode sind „die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“. Derzeit laufen weltweit die Vorbereitungsarbeiten in den Bistümern und Bischofskonferenzen zu dieser Synode. Grundlage dieser Vorbereitungen ist das vom Sekretariat der Bischofssynode erstellte Vorbereitungsdokument, das einen ausführlichen Fragebogen für die Bischöfe enthält. Die Schweizer Bischöfe veranlassten in ihren Bistümern breite Konsultationen, um den Fragebogen zu beantworten. In Ergänzung zu diesem Fragebogen, der vor allem den Ist-Zustand erfasst, entstand in Absprache mit dem Präsidenten der SBK, Bischof Markus Büchel, beim Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut ein online-Fragebogen, der auf die Ansichten und Anliegen der teilnehmenden Personen zielt. Sowohl das Vorbereitungsdokument mit Fragebogen als auch die online-Umfrage haben eine erfreulich grosse öffentliche Aufmerksamkeit erlangt. Die Konsultationsfrist läuft bis Ende 2013. Anschliessend wird das für pastorale Fragen zuständige Departement C der SBK, unterstützt vom Sekretariat der Pastoralkommission, die Resultate der Konsultationen auswerten und zuhanden des Sekretariats der Bischofsynode zusammenstellen.

Liturgische Bibelübersetzung auf Französisch

Ende November dieses Jahres ist in Paris die Liturgische Bibelübersetzung auf Französisch vorgestellt worden, die unter der Leitung der „Commission épiscopale francophone pour la traduction liturgique“ (CEFTL) erstellt wurde. Sie ist das Ergebnis einer 18-jährigen Arbeit von über 70 Fachleuten und der Konsultation aller Bischöfe der frankophonen Länder. Die Übersetzung wird mit der voraussichtlich Anfang 2016 erfolgenden Veröffentlichung der neuen französischen Übersetzung des römischen Missales in den liturgischen Gebrauch genommen, einschliesslich einer Änderung zur Verbesserung des Wortlautes am Ende des Vaterunsers. „Ne nous soumets pas à la tentation“ heisst dann neu : „Ne nous laisse pas entrer en tentation“.

Neuzuteilung der Dikasterien

Die verschiedenen Wechsel in der Zusammensetzung der Mitglieder der SBK machen eine Neuzuteilung der Dikasterien notwendig. Da zum Zeitpunkt der Versammlung die Wechsel noch nicht vollständig vollzogen sind, kann erst ein Teil der Neuzuteilung vorgenommen werden. Bischof Felix Gmür übernimmt die Verantwortung für das Fachgremium „Sexuelle Übergriffe in der Pastoral“. Zudem wird das Departement D „Kirche – Welt“ neu von ihm geleitet. Neuer französischsprachiger Jugendbischof wird Weihbischof Alain de Raemy, der zugleich dem Jugendrat vorstehen wird. Deutschsprachiger Jugendbischof bleibt Weihbischof Marian Eleganti, der neu das Dikasterium „Spezialseelsorge“ übernimmt, mit Ausnahme des Sektors Militär. Weihbischof Denis Theurillat begleitet den Frauenrat der SBK. Bischof Pier Giacomo Grampa wird das Dikasterium „Interreligiöser Dialog“ nach seiner Emeritierung ad interim weiterführen.

Errichtung der Pastoralkommission

Die SBK genehmigte die Statuten der neu errichteten Pastoralkommission. Die neue Kommission löst die Pastoralplanungskommission ab, die aufgehoben wird. Zu Mitgliedern der neuen Kommission werden ernannt:

  • Generalvikar Richard Lehner, für die Deutschschweizer Ordinarienkonferenz
  • Bischofsvikar Jean-Jacques Theurillat, für die Ordinarienkonferenz der französischsprachigen Schweiz
  • Generalvikar Bernard Broccard, für das Bistum Sitten
  • Dr. Odo Camponovo, für das Bistum Basel
  • Domherr Christoph Casetti, für das Bistum Chur
  • Franz Kreissl, für das Bistum St. Gallen
  • Don Paolo Solari, für das Bistum Lugano
  • Myriam Stocker, für das Bistum Lausanne, Genf und Freiburg
  • der Nationaldirektor von Migratio, Dr. Samuel Behloul
  • Dr. Rudolf Vögele, für das Generalvikariat Zürich/Glarus (mit beratender Stimme)
  • der Sekretär des Departementes C, Marco Schmid (mit beratender Stimme)
  • der geschäftsführende Sekretär der Pastoralkommission, Dr. Arnd Bünker (mit beratender Stimme)

Die Römisch-katholische Zentralkonferenz (RKZ) ist eingeladen, ein Mitglied mit beratender Stimme als ihren Vertreter in der Pastoralkommission vorzuschlagen.

In Kürze

  • Die Schweizer Bischöfe haben das Jahr 2014 aus Anlass des 50-Jahr-Jubiläums des Zweiten Vatikanischen Konzils unter das Motto „Im Glauben verbunden“ gestellt. In diesem Zusammenhang werden sie zum ersten Fastensonntag, 9. März 2014 ein Hirtenwort über die Sakramentalität der Kirche herausgeben.

Begegnungen

  • Die Versammlung der Bischofskonferenz empfing den scheidenden Direktor des Fastenopfers, Antonio Hautle. Die Bischöfe tauschten sich mit ihm über seine 13-jährige Arbeit als Direktor des katholischen Hilfswerks aus und dankten ihm für seine umsichtige und tatkräftige Arbeit.
  • Mit Dr. Walter Weibel, Theologe und ehemaliger Regionalsekretär der Nordwestschweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz, fand ein Austausch statt über das Projekt des Lehrplans 21 und dessen Fachbereich „Ethik, Religionen, Gemeinschaft“.

Ernennungen

Die Schweizer Bischofskonferenz ernennt:

  • Giorgio Prestele, lic. iur., Zürich, zum Präsidenten des Fachgremiums „Sexuelle Übergriffe in der Pastoral“
  • Jacques Nuoffer, Dr. phil., Psychologe, Paris/Nidau BE, zum Mitglied des Fachgremiums „Sexuelle Übergriffe in der Pastoral“
  • Marcel Notter, Aarau, zum Präsidenten der Finanz- und Planungskommission von migratio.

Lugano, 4. Dezember 2013

Schweizer Bischofskonferenz
Walter Müller, Informationsbeauftragter